Nicole Marschall

Gemeinsam für Haiti!

Hurricane Matthew hat Haiti schwer getroffen. Erkrath hilft mit Konzert und Brunch

Erkrath. (NM) Häuser und Fischerboote wurden zerstört, Bäume entwurzelt, ein Großteil der Ernte ist vernichtet und das Vieh ertrunken. Wer selbst mit dem Leben davon gekommen ist, ist dankbar dafür, denn der Wirbelsturm Matthew hat Anfang des Monats den Südwesten Haitis schwer getroffen. Gleich zwei Erkrather Initiativen rufen daher jetzt zur Solidarität mit den Menschen in dem karibischen Inselstaat auf.

»Chambellan ist ausgelöscht; man sieht abgedeckte Häuser, zerstörte Holzhäuser, entlaubte Bäume. Von der tropischen Schönheit Chambellans mit fruchtbaren Feldern und Gärten ist nichts geblieben, die Ernte ist vernichtet, das Vieh weggespült, Erdmassen die Berge hinuntergespült«, mit Entsetzen beschreibt Cäcilie Meves vom Freundeskreis für Haiti die Fotos, die ihr Pfarrer Youry Jules aus Chambellan geschickt hat. Seit 1995 verbindet den Freundeskreis eine enge Partnerschaft mit der Gemeinde vor Ort und hat dort den Neubau der Kirche und einer Schule unterstützt.

»Viele sind gestorben«
Mit Spitzengeschwindigkeiten von 240 km/h ist der Wirbelsturm auf den Südwesten der Insel getroffen. 80 Liter Regen pro Quadratmeter und Stunde taten ihr Übriges. Marc Auguste war während des Sturms vor Ort, konnte sich aber rechtzeitig in Sicherheit bringen, indem er weiter in den Norden nach Port-au-Prince flüchtete. »Alle Zeichen deuteten darauf hin, dass wir was abkriegen würden«, erzählt der seit Jahren in Deutschland lebende Haitianer: »Trotzdem wollten viele Menschen ihre Häuser nicht verlassen, viele sind gestorben – aus Angst vor Plünderung und Misstrauen gegenüber der Regierung.« Benötigt werden jetzt vor allem Wasser und Lebensmittel, Chlortabletten zur Wiederaufbereitung des Trinkwassers, Hygienesets und Moskitonetze, denn Mücken, die das Zika-Virus und andere Krankheiten übertragen, breiten sich aus.

Erkrath hilft
Nach dem Hilferuf von Pfarrer Youry Jules war den Erkrathern schnell klar, dass den alten Freunden aus Chambellan geholfen werden muss. Auf die Idee, am 4. November ein Benefizkonzert in seiner Kirche zu organisieren, kam Pfarrer Günter Ernst. »Es wird ein abwechslungsreiches Programm geben mit Gospel-, Chor- und Rockmusik«, sagt Cäcilie Meves. Trompeter Jacky Müller und einige Chöre haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Musiker, die sich beteiligen möchten, können sich noch gerne bei der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer und Mariä Himmelfahrt melden.
Auch die Ökumenische Initiative für die eine Welt e.V. ruft zur Solidarität mit Haiti auf und lädt am  30. Oktober von 11 bis 15 Uhr zu einem Spendenessen mit Live-Musik ins Joachim-Neander-Haus, Bavierstraße 19, ein. Hier kann man sich auf Ben-David Ungermann am Klavier und Soulsängerin Carmen Brown sowie ein Buffet aus selbstgemachten Leckereien freuen.

Das Benefizkonzert
Das Konzert für Haiti findet am Freitag, 4. November, ab 19.30 Uhr in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer, Kirchstraße 1 in Alt-Erkrath, statt. Der Eintritt ist frei. Alle Spenden kommen den von Hurricane Matthew geschädigten Menschen in und um Chambellan, Haiti, zugute.

Spendenkonto:
Katholische Gemeinde St. Johannes der Täufer und Mariä Himmelfahrt
IBAN: DE83 3015 0200 0003 4140 00
Stichwort: Wirbelsturm Haiti

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