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Bus-Steinwürfe und brennende Pkw - zwei 16-Jährige in Haft

Erkrath. Am Dienstag hat die Polizei zwei dringend tatverdächtige Jugendliche festgenommen, die für die Serie von Steinwürfen auf Busse und mehrere brennende Autos verantwortlich sein sollen.

Die Serie von Steinwürfen auf Busse der Rheinbahn sowie mehrere Pkw-Brände, die in den vergangenen Wochen in Erkrath-Hochdahl und Hilden für Aufsehen gesorgt haben, ist nach Angaben der Polizei aufgeklärt. Die Polizei nahm am Dienstag, 6. November, zwei dringend tatverdächtige Jugendliche fest. Sie werden am Mittwoch, 7. November, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Wuppertal einem Haftrichter vorgeführt.

Intensive Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei habe in den vergangenen Wochen den Verdacht gegen die zwei Jugendlichen erhärtet, hieß es. Die Ermittler hätten den beiden 16-Jährigen zehn gezielte Steinwürfe auf Busse der Rheinbahn in Erkrath-Hochdahl sowie einen Steinwurf auf einen Bus in Hilden nachweisen können. Außerdem werden den beiden Erkrathern insgesamt neun Pkw-Brände im Tatzeitraum zwischen dem 2. Oktober und dem 3. November zur Last gelegt.

In der Nähe von zwei Tatorten angetroffen


Bereits am 3. Oktober gerieten die beiden ins Visier der Ermittler, weil Beamte sie in der Nähe eines Tatorts antreffen konnten. Am vergangenen Samstag, 3. November, seien die zwei Jugendlichen dann nach einem Autobrand an der Gruitener Straße in Erkrath erneut von einer Streifenwagenbesatzung in Tatortnähe angetroffen worden, sodass sich auch in der Serie der Kfz-Brände der Verdacht gegen die beiden 16-Jährigen erhärtete.

Am Dienstag, 6. November, dann seien die beiden Jugendlichen an ihrer Wohnanschrift festgenommen und dem zuständigen Kriminalkommissariat zugeführt worden, so die Polizei. Unter dem Eindruck der polizeilichen Beweislage hätten sie dann in ihrer Vernehmung die oben genannten Taten zugegeben.

Den Steinwurf auf einen Bus der Linie 741, bei der am 10. Oktober eine 51 Jahre alte Frau aus Hochdahl verletzt wurde, konnten die Ermittler den beiden Beschuldigten bislang nicht nachweisen. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern noch an.

Aus "Langeweile" gehandelt


Die beiden Tatverdächtigen gaben in ihrer Vernehmung an, "aus Langeweile" gehandelt zu haben.

Landrat Thomas Hendele zeigt sich erleichtert über den Ermittlungserfolg seiner Beamten: "Die beiden Serien haben in den vergangenen Wochen in der Hochdahler Bevölkerung für eine spürbare Verunsicherung gesorgt. Daher bin ich erleichtert, dass die Bürgerinnen und Bürger nun aufatmen können. Ein großes Lob und Dankeschön deshalb an die Polizei für die intensive und erfolgreiche Fahndungs- und Ermittlungsarbeit."

Haftbefehle außer Vollzug gesetzt

Die Haftbefehle gegen die beiden Jugendlichen wurden am späten Mittowchnachmittag auf Beschluss des Amtsgerichtes gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Das bedeutet, dass den beiden 16-Jährigen Haftverschonung zugebilligt wird. Sie erwartet nun ein Strafverfahren.

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Kreispolizei sucht Kooperationspartner

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