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Bürgerbegehren zum Schutz der Neanderhöhe startet

Unterschriftensammlung der Naturschutzgemeinschaft

Erkrath. Die Naturschutzgemeinschaft (NSG) Neanderhöhe startet ihr Bürgerbegehren zum Schutz der Neanderhöhe in Alt-Hochdahl. Am kommenden Freitag, 23. November, 9.30 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt in Alt-Erkrath (Bavierstraße vor dem Eingang zum Baviercenter) sowie am Samstag, 24. November, von 10 bis 13 Uhr auf dem Hochdahler Markt (Eingang Edeka) können sich interessierte Erkrather erstmals in Unterschriftenlisten eintragen.

Das Ziel

Ziel des Bürgerbegehrens ist es, dass die Flächen am Rande des Naturschutz- und FFH-Gebietes (höchste europäische Naturschutzkategorie) von der Stadt nicht verkauft werden und auch keine Erschließung erstellt wird. Dadurch würde die von Stadtverwaltung und einer Mehrheit im Rat geplante Bebauung der Fläche mit Gewerbe und bis zu 16 Meter hohen Hallen verhindert und die Freifläche geschützt. Neben der NSG Neandertal haben sich in den letzten Wochen unter anderem auch die Erkrather Naturschutzverbände sowie der Bürgerverein Hochdahl gegen das Gewerbegebiet an dieser Stelle ausgesprochen.

Wer darf unterschreiben?

Unterschriftsberechtigt sind alle zur Kommunalwahl berechtigten Erkrather. Dies sind neben deutschen Staatsbürgern auch Angehörige der EU-Staaten ab dem 16. Lebensjahr mit Erstwohnsitz in Erkrath. Für das Begehren sind rund 2.600 Unterschriften (7 Prozent der Wahlberechtigten) notwendig. Kommt diese Anzahl in den nächsten Wochen zusammen, entscheidet der Stadtrat, ob er dem Bürgerbegehren nachkommt. Macht er dies nicht, kommt es an einem vom Rat noch festzulegenden Termin zu einer verbindlichen Abstimmung über das Vorhaben.

Bebauungsplan stoppen

"Unabhängig von diesem Begehren setzt sich die NSG Neandertal auch weiterhin dafür ein, dass der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet erst gar nicht beschlossen wird", sagt Peter Knitsch von der NSG Neandertal. Darüber wird in einer öffentlichen Bürgerversammlung am Dienstag, 27.November um 19 Uhr im Hochdahler Bürgerhaus diskutiert und Anfang Dezember im Umweltausschuss sowie im Stadtrat abgestimmt. "Da sich zurzeit aber keine Mehrheit für den Schutz der Fläche abzeichnet, startet die NSG Neandertal bereits jetzt das Bürgerbegehren, so Knitsch. 

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