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Verein Kötergedöns setzt auf umweltbewusste Tierhalter

Pilotprojekt für plastikfreie und vollständig kompostierbare Hundekotbeutel ist im Gange

Haan. (BL). Der Haaner Verein Kötergedöns wirbt aktuell für eine Idee, die perfekt zum grünen Charakter der Gartenstadt passen würde: Hundekotbeutel, die komplett kompostierbar sind. Anstatt aus Plastik werden die grünen Tüten auf pflanzlicher Basis hergestellt.

Katja Seidel, die Vorsitzende des Vereins, hat mit ihrem Team bereits an vier Stationen in der Stadt (Schillerpark, Park Ville d´Eu, Karl-August-Jung-Platz, Bachtal) in Absprache mit Carmen Viehmann von der Bauverwaltung eine Art Dummy-Tütenspender installiert. Beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr machten die Vereinsmitglieder von Kötergedöns an ihrem Infostand ebenfalls auf diese Aktion aufmerksam. Meike Lukat (WLH) war direkt begeistert und hat dieses Vorhaben parteineutral als Anregung an die Kollegen im Rat und an die Verwaltung weitergeleitet. Katja Seidel und ihre Tochter Nina haben im Vorfeld mehrere abbaubare Tüten getestet: »Die meisten sind Murks«. Doch in Berlin haben sie die »Organic Dog Life« Beutel gefunden. »Die sind schleuder- und reisfest«, gesteht Katja Seidel und ergänzt: »Nach 180 Tagen sind die vollständig abgebaut.«

Für Mensch, Tier und Umwelt

Die Idee für diese Initiative liegt auf der Hand: »Wir sehen keinen Grund darin, organische Hinterlassenschaften in Plastik zu packen«, so Katja Seidel. Zumal viele Herrchen und Frauchen die Beutel nicht im Mülleimer entsorgen, sondern achtlos liegen lassen. »Auch Hundehalter können viel tun, um die Umwelt zu schonen«, appelliert die hauptberufliche Feuerwehrfrau an die Besitzer und untermauert: »Wir haben nur die eine Welt.« 5.000 Hundebeutel habe die Stadt nach ihrem Wissen im vergangenen Jahr ausgegeben. Dass die neuen Beutel teurer sein werden, ist Katja Seidel bewusst. Dennoch hofft sie, dass diese künftig in Haan verteilt werden und die Gartenstadt damit beispielhaft voran geht.  

Köterarbeit und Ziele

Die Vereinsmitglieder von Kötergedöns richten ihren Hauptaugenmerk in Richtung Tierschutz, sind dabei aber keineswegs missionarisch unterwegs und wollen auch keine politische Stimme erheben. »Wo Not am Tier ist, geben wir gern Rat«, bringt es die Vorsitzende auf den Punkt: »Wir möchten für mehr Toleranz, Respekt und Mitgefühl gegenüber unseren tierischen Mitbewohnern sorgen.« Dafür haben sie sich schon eine ganze Menge einfallen lassen, wie den Kötergedöns-Kalender 2017, der in Kooperation mit der Haaner Feuerwehr entstanden ist. Außerdem planen sie Aktivitäten für Zwei- und Vierbeiner: »Im September startet wieder die Hundesaison im Freibad Ittertal«, weist Katja Seidel auf eine beliebte Aktion hin, mit der ihr Verein gleichzeitig das Schwimmbad unterstützt: »Die Eintrittsgelder gehen dabei an den Förderverein Ittertal.« Spenden und Mitgliedsbeiträge kommen unter anderem der Tiertafel in Solingen oder dem Hundeseniorenheim Rheinperle in Dormagen zugute. »In erster Linie wollen wir andere unterstützen«, fasst es Katja Seidel nochmal zusammen. Gemeinsame Hundewanderungen werden regelmäßig geplant und in Zukunft wollen die Tierschützer auf einer gepachteten Wiese den Hundesport Agility anbieten.

 

MEHR KÖTERGEDÖNS

Erst im März wurde der Verein Kötergedöns e.V. gegründet: Neun aktive Mitglieder und zehn Fördermitglieder haben sich mittlerweile zusammengefunden. Wer gern mehr über den Tierschutzverein erfahren möchte, wird auf koetergedoens.de fündig und natürlich auf Facebook.

 

 

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