Marcus Italiani 1 Kommentar

Happy Birthday, Wochenpost!

Kreis Mettmann. Die Wochenpost wird 37 Jahre jung. Eine lange Zeit, in der viele tausend Seiten produziert und gelesen wurden. Eine Zeit, in der viele Mitarbeiter für das bestmögliche Produkt an ihre Grenzen gegangen sind und Herzblut geopfert haben. Allen Mitarbeitern, Kunden und Lesern gilt an dieser Stelle ein großes Dankeschön.

Wenn man sich mal klar macht, welche Veränderungen die Medienbranche in den vergangenen 37 Jahren erlebt hat, dann wundert man sich nicht darüber, dass alte Wochenpost-Exemplare aus den 80er- oder 90er-Jahren wirken wie aus einem anderen Leben.

Damals wurde noch geklebt und geschnitten. Man verbrachte ewig damit, »Stehsätze« nach passenden Meldungen für Lücken abzusuchen. Erfassungskräfte tippten einen Großteil der Texte ab. Gut betuchte Kunden buchten teure Farbanzeigen, die man nur manchmal und auf ganz wenigen Seiten fand. Der größte Teil der Zeitung war in traurig wirkendem Schwarzweiß gehalten.

Lust aufs Lesen

Andererseits herrschte bei den Lesern große Lust aufs Lesen. Texte waren ebenso wichtig wie gute Bilder, von denen der Fotograf oft nur ein einziges lieferte, das er selbstredend vorher eigenhändig entwickelt hatte. Leserbriefe wurden noch von Hand geschrieben und per Post verschickt.

Anonyme Trolle, die sich in sozialen Medien aufs Beschweren spezialisieren, kannte man nicht. Stattdessen Leser, die einem entweder selbstgebackenen Kuchen vorbeibrachten oder den »Schmierfinken« persönlich zur Rede stellten, wenn ihnen etwas nicht passte. Gute alte Zeit also?

Idee mit Zukunft

Nicht ganz. Es gibt ihn immer noch, den guten Lokaljournalismus. Den Schreiber, der aus Leidenschaft schreibt und den Leser, der gerne liest. Das Produkt der Begierde sieht nur heute viel besser aus als früher.

Vor 37 Jahren sind wir mit einer Idee gestartet, von der niemand wusste, ob sie eine Zukunft haben würde. Heute wissen wir: Sie hatte. Und damit Sie, liebe Leserinnen und Leser sich auch in den nächsten Jahren an jedem Mittwoch auf Ihre Lieblingszeitung freuen können, arbeiten wir weiter an Verbesserungen.

Facelifting

Zum Beispiel am Erscheinungsbild, das wir im vergangenen Jahr mächtig entstaubt und veredelt haben. Und am Inhalt. Bei uns werden Sie weiterhin Themen finden, die sie eben nicht überall zugerufen bekommen. Auch werden wir weiterhin dort unbequem sein, wo wir das unserer Meinung nach sein müssen.

Gleichzeitig scheuen wir uns aber auch nicht davor, gute Nachrichten zu verbreiten. Panikmache aus Sensationsgier war noch nie unser Ding.   

Daher freuen wir uns darüber, dass wir auch nach 37 Jahren noch mit unseren 201.000 Exemplaren Woche für Woche eine riesige Leserschar erreichen, die uns wichtiger ist als alle kurzlebigen Trends. Und das gilt auch für die nächsten 37 Jahre.
In diesem Sinne, bleiben Sie uns gewogen.

Ihr
Marcus Italiani
(stellv. Redaktionsleiter)

Unsere Wochenpost

  • Die erste Wochenpost erschien am 9. Februar 1982
  • Mittlerweile erscheint unsere Zeitung in einer Auflage von 201.000 Exemplaren wöchentlich in den Städten Hilden, Düsseldorf, Langenfeld, Monheim, Erkrath, Haan und Solingen.

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Kommentar von Jürgen Steinbrücker
Glückwunsch zu den 37 Jahren. In der heutigen schnellebigen Zeit ist das schon sehr viel, etwas über einen so langen Zeitraum zu machen und dann auch noch laufend zu verbessern.
Ich bedanke mich bei der Wochenpost-Redaktion für die jahrelange Unterstützung meiner Anliegen für Menschen mit Behinderung.