Jörg D. Oestreich

Steuertipp für Rentner und Pensionäre mit Kapitaleinkünften

Expertentipp. Die Experten von Kaib, Galldiks und Partner Steuerberater & Wirtschaftsprüfer geben Tipps

Renten werden nur mit dem Ertragsanteil und Pensionen durch den Versorgungsfreibetrag steuerlich begünstigt. Die übrigen Einkünfte von Ruheständlern werden über die Berücksichtigung des Altersentlastungsbetrags steuerlich entlastet.

Eine Ausnahme bilden die Kapitalerträge, die bereits der Abgeltungssteuer von 25 % unterlegen haben und nicht mehr für die Ermittlung des einkommenssenkenden Altersentlastungsbetrags herangezogen werden. Um hier Nachteile zu vermeiden muss bei Steuerpflichtigen, deren Einkommen neben den Einkünften aus Kapitalvermögen ausschliesslich aus Altersbezügen besteht, unbedingt geprüft werden, ob eine Veranlagung zur Einkommensteuer Vorteile bringt, weil über die Günstigerprüfung auch der Altersentlastungsbetrag zur Verfügung steht.

Eventuell Übertragung auf den Ehegatten sinnvoll

Die Wahl zur tatsächlichen Besteuerung von Kapitaleinkünften ist üblicherweise bis zu einem zu versteuernden Einkommen von ca. 15.000 Euro bei Ledigen und 30.000 Euro bei Verheirateten günstiger als die Abgeltungsalternative.

Hinweis: Der Altersentlastungsbetrag ist beschränkt auf die in der Tabelle zu § 24a EStG festgeschriebenen Höchstbeträge. Eine ungünstige Zuordnung der Kapitalerträge bei Verheirateten kann zu steuerlichen Nachteilen führen.

Prüfen Sie, ob eine Übertragung von Kapitalvermögen auf den Ehegatten sinnvoll ist. Bei kluger Verteilung der Kapitalerträge ist gewährleistet, daß die Altersentlastungsbeträge optimal ausgeschöpft werden. Achten Sie auch darauf, daß die Freistellungsaufträge für Ihre Bank erteilt werden.
Die gleiche Überlegung gilt grundsätzlich auch für die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.

Bei Fragen stehen wir gerne beratend zur Seite.

Jörg D. Oestreich, Steuerberater/Wirtschaftsprüfer

Kaib, Galldiks und Partner
Steuerberater & Wirtschaftsprüfer
Hilden · Remscheid

www.stb-kgp.de

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