Dirk Kammer

Mehr Netto vom Brutto

Expertentipp. Die Experten von Kaib, Galldiks und Partner Steuerberater & Wirtschaftsprüfer geben Tipps

Ein Wunsch eines jeden Mitarbeiters ist, möglichst viel ausgezahlt zu bekommen. Für uns Unternehmer bietet es die Möglichkeit, durch entsprechende Maßnahmen dem Arbeitnehmer hierbei zu helfen, ihn zufrieden zu stellen, ihn damit mehr an das Unternehmen zu binden. Nichts ist heute wertvoller als ein guter Arbeitnehmer, der loyal zu seinem Chef steht und gern zur Arbeit kommt.

Doch – wie geht das?


Grundsätzlich unterliegen Zahlungen an den Arbeitnehmer der Lohnsteuer sowie der Sozialversicherung. Dies gilt dabei sowohl für Geld- wie auch Sachzuwendungen.

Das Steuerrecht bietet aber eine Vielzahl von Möglichkeiten, die sich in drei Hauptgruppen unterteilen:

  1. Umwandlung Barlohn in Sachlohn
  2. Umwandlung Barlohn in später zufließenden Versorgungsbezug
  3. Steuerfreie Leistungen, die zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn möglich sind

 

Zu diesen Hauptpunkten einige Beispiele:


Zu 1:
Der Klassiker ist wohl die PKW-Gestellung. Der Arbeitnehmer bekommt ein Fahrzeug gestellt, was er auch für private Zwecke nutzen darf. Vom Bruttolistenpreis im Zeitpunkt der Erstzulassung sind dann monatlich 1 % zu versteuern zzgl. 0,03 % je Entfernungskilometer für Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte.
Doch auch andere Punkte wie z.B. die Überlassung von Wohnraum kann hier mit genutzt werden.

Zu 2:
Hier ist als Hauptbeispiel die Möglichkeit nach § 3 Nr. 63 EStG zu nennen. Der Arbeitgeber kann Beiträge in einen Pensionsfond, Pensionskasse oder Direktversicherung  einzahlen, die bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung steuerfrei gestellt werden. So spart der Arbeitnehmer die monatliche Lohnsteuer und Sozialversicherung. Weitere Ergänzungen hierzu sind gegeben, müssen aber im Einzelfall geprüft und besprochen werden.

Zu 3:
Unter diese Position subsummiert sich eine Vielzahl von Möglichkeiten. Nachfolgend einige Beispiele:
a)    Steuerfreie Kindergartenzuschüsse (§ 3 Nr. 33 EStG)
b)    Steuerfreie Arbeitgeberdarlehen (Kleinstdarlehen bis 2.600,00 Euro)
c)    Aufmerksamkeiten bis 60 Euro (Sachgeschenke anlässlich Hochzeit, Geburtstag etc, Arbeitsessen, wenn es sich um einen außergewöhnlichen Arbeitseinsatz im Betrieb handelt)
d)    Betriebsveranstaltungen
Diese sind 2x im Jahr möglich, maximal 110 Euro Brutto je Arbeitnehmer je Veranstaltung, Möglichkeit der Pauschalversteuerung mit 25 % für darüber hinaus gehende Beträge
e)    Bildschirmbrille
Gestellung einer speziellen Brille für die Entfernungsbereiche am Bildschirmarbeitsplatz
f)    Gesundheitsvorsorgeleistungen
Leistungen des Arbeitgebers, die den allgemeinen Gesundheitszustand der Arbeitnehmer verbessern. Zu beachten ist, das die Leistungen  im Leitfaden der Krankenkassen für Prävention aufgeführt sind, förderbar bis zu einem Betrag von 500 Euro p.A.
g)    Übernahme der Parkplatzmiete durch den Arbeitgeber
h)    Umzugskostenvergütungen
i)    Steuerfreie Sonn-, Nacht- und Feiertagsarbeitszuschläge
j)    Gestellung von Essensmarken
k)    Unentgeltliche Gestellung von Getränken im Betrieb
l)    Gestellung von Arbeitsmitteln und Arbeitskleidung
m)    Beihilfen/Unterstützungsleistungen
Bei Betrieben mit bis zu 5 Arbeitnehmern kann der Chef bis zu 600 Euro  an seine Mitarbeiter steuerfrei zahlen, soweit der Arbeitnehmer durch einen Unglücksfall in Not geraten ist. Sonderregelungen gibt es für größere Arbeitgeber.
n)    „44-Euro-Grenze“
Dieser Betrag ist ein Monatsbetrag. Er gilt für alle Sachleistungen des Arbeitgebers, z. B. Tankgutscheine, Einkaufsgutscheine, andere Sachleistungen (Zinsvergünstigungen Arbeitgeberdarlehen größer 2.600,00 Euro, Beiträge Sportverein, Massage etc.)

Dies sind – wie auch in den bisherigen Beiträgen – natürlich nur Grundlagen, aus denen sich unzählig viel ableiten lässt. Holen Sie sich hier die notwendige Unterstützung, gerne stehen auch wir für Rückfragen zur Verfügung.

Dirk Kammer, Steuerberater

Kaib, Galldiks und Partner Steuerberatungsgesellschaft

Mit acht Berufsträgern und über 40 Mitarbeitern gehört Kaib, Galldiks und Partner zu einer der größten Steuerkanzleien in Remscheid. Betreut werden vor allem Mittelständler unterschiedlicher Größenordnungen und Rechtsformen, von der Handwerksfirma mit einem Inhaber bis zu größeren Familiengesellschaften. Neben dem Hauptsitz in Remscheid hat die Kanzlei einen weiteren Sitz in Hilden. Zum Verbund gehört auch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rheinisch-Bergische Treuhand GmbH mit Sitz in Remscheid.

Ziel der Kanzlei ist es, den Mandanten individuell zu betreuen, um für ihn ein optimales Ergebnis in steuerlicher und/oder betriebswirtschaftlicher Hinsicht zu erzielen. Garant dafür sind die langjährigen Berufserfahrungen im Partnerkreis sowie die beständige Fortbildung, die auch von allen Mitarbeitern gelebt wird. Die Spannweite der Tätigkeiten reicht dabei von der Existenzgründung bis zur Unternehmensnachfolge, von der monatlichen Unterstützung bei Buchführung und Lohnabrechnung bis zur Steuerrechtsgestaltung und Steuerrechtsdurchsetzung. Neben den kanzleiinternen Möglichkeiten profitieren unsere Mandanten auch immer wieder von dem großen Netzwerk, welches wir unterhalten.

Auch laufende Fortbildung und Spezialisierungen –  Herr Steuerberater Marc Brocksieper ist Fachberater für Testamentsvollstreckung sowie Fachberater für Unternehmensnachfolge erfolgreich, Herr Steuerberater Wolfgang Ruoff Fachberater für Mediation  – kommen den Mandanten immer wieder zu Gute; wie auch die Nutzung eines umfangreichen Netzwerkes mit Spezialisten auf allen rechtsberatenden und betriebswirtschaftlichen Bereichen.

Weitere Informationen finden Sie auf www.kaib-galldiks-partner.de, der Sie auch unsere Unternehmensphilosophie entnehmen können – WIR FÜR SIE!

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