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Garath hat‘s bereits gemacht

Interkultureller Feier-Abend in der Freizeitstätte

Garath. Ist das Zusammenleben von Einheimischen und Flüchtlingen eher Herausforderung, Chance oder Bürde? Und für wen eigentlich? In Garath geht man nicht nur diesen Fragen auf den Grund, sondern ist schon einen Schritt weiter.

Das »Xu-Kulturprojekt« veranstaltet am 9. November in der Freizeitstätte Garath einen interkulturellen Feier-Abend unter dem Motto: »Garath hat´s gemacht! Heimat+Flucht+Inte-gration+Garath« Der Tag startet um 15.30 Uhr mit der Vorführung des Films »DreiViertel Mond« - danach folgt die  Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D., Miriam Koch, Flüchtlingsbeauftragte der Landeshauptstadt Düsseldorf, Dr. Gabriela Köster, Evangelische Stadtakademie Düsseldorf, Elina Chernova, Vorsitzende, Kin-Top Förderungszentrum e.V.. Zudem wird es musikalische und künstlerische Darbietungen zum Thema geben. Und natürlich wird auch der Gaumen verwöhnt werden. 

Organisator Ulrich Mennekes von »Xu Kultur« verrät im Gespräch mit der Wochenpost, warum gerade Garath der richtige Ort für eine solche Runde  ist. 

Herr Mennekes, warum ist die Integrations-Situation in Garath eine besondere?

Ich habe als Kind erlebt  wie Garath gebaut wurde. Es war ein schwieriger Stadtteil, denn wenn man so viele unterschiedliche Menschen unterschiedlichster Herkunft auf engstem Raum ansiedelt, gibt es natürlich Konflikte. Aber nach 50 Jahren hat sich alles gesetzt und es funktioniert. Das macht Garath meiner Meinung nach zu einem besonderen Stadtteil. 

Welche Idee steckt hinter dem Projekt?

Viele Garather hatten seinerzeit selbst Fluchterfahrungen gemacht und können sich vielleicht deshalb mit den flüchtenden Menschen der heutigen Zeit besser arrangieren.  Ich habe selbst erlebt, wie dankbar die Menschen sind, wenn man sich ein wenig um sie kümmert. Das Ganze hat natürlich auch eine politische Komponente und soll die Haltung gegen Rechts ausdrücken. 


Welche Impulse soll die Veranstaltung langfristig setzen?

Es geht nicht nur darum, einen netten Abend zu haben, sondern schwierige Themen zu bearbeiten. Wie sollen wir unsere so genannte Leitkultur vermitteln, wenn wir aktiv gar nichts tun und uns überhaupt nicht mit diesen zu uns kommenden Menschen beschäftigen und kommunizieren?  Nähe und Dankbarkeit erlebe ich nicht, wenn ich nur an den Flüchtlingsunterkünften vorbeifahre. Das ist etwas, das wir uns immer wieder  klar machen müssen.

 

Das kann man erleben:

Neben dem Film und der Podiumsdiskussion werden Live-Musik, Videostatements und Kunst geboten

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei

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