IT

Ein Spielplatz für jede Gelegenheit?

Garath. Gute Nachrichten für Kids in Garath. Demnächst werden überall im äußersten Düsseldorfer Süden Spielplätze erneuert und neu konzipiert.

Insgesamt sechs Spielplätze werden in Kürze erneuert werden. Das plant das Gartenamt zurzeit. Die in die Jahre gekommenen Anlagen sollen dabei nach neuesten Erkenntnissen erweitert und den Bedürfnissen der Kinder angepasst werden. Dabei wird für jeden Spielplatz ein bestimmtes Motto vergeben. Rund zwei Millionen Euro aus dem Topf von Garath 2.0 sollen dafür insgesamt in die Hand genommen werden.

Zunächst soll die Spielfläche an der Emil-Barth-Straße zum Ameisenspielplatz gemacht werden – mit Ameisenkletterhügel und Insekten als Reittieren. 

An der Heinrich-Lersch-Straße in der Urdenbacher Kämpe wird der Salamanderspielplatz so umgestaltet, dass er seinem Namen alle Ehre macht. 

An der Peter Behrens-Straße wird die Spielfläche um ein nasses Element erweitert. Künftig soll hier ein Wasserspielplatz für Abkühlung sorgen. 

Die Carl-Friedrich-Goerdeler Straße könnte demnächst ein Geheimtipp für Klettermaxe werden. Denn dort wird das Thema »Seile« eine herausragende Rolle spielen. Mit Seilkletterskulptur und Kletterturm. 

Die Ricarda-Huch-Straße lockt mit einem Mobilitätsangebot zu ihrer Spielfläche. Laufen, Springen, Klettern stehen hier im Vordergrund. 

An der Prenzlauer Straße wird es hingegen bunt, denn mit vielen Farben soll ein wahres Kunstwerk von einem Spielplatz entstehen. Auch ein Barfußpfad ist geplant.   

Die Arbeiten am ersten der sechs Spielplätze sollen noch in diesem Jahr beginnen. 

Inklusive Angebote sind Mangelware

Für Peter Ries, Mitglied im Beirat für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt, gehen die Maßnahmen nicht weit genug. »Offensichtlich werden zwar einigermaßen barrierefreie Kinderspielplätze gebaut, aber leider keine inkusiven. Auf inklusiven Spielplätzen können sich Kinder mit und ohne Behinderung ohne Barrieren begegnen und miteinander spielen. In Deutschland ist jedoch nur ein Bruchteil der Spielplätze wirklich inklusiv. in Düsseldorf gibt‘s auch nicht wirklich einen«, so Ries.

Mit einer Anfrage richtet sich der Kommunalpolitiker (Freie Wähler) nun an die Verwaltung und das  zuständige Garten-, Friedhofs- und Forstamt. Ries will unter anderem wissen, warum bisher keine Spielplätze für Kinder mit Behinderungen im »Masterplan Spielplätze« aufgenommen wurden,  ,der am 3. Juni beschlossen worden war. 

Darüber hinaus fordert der Bezirksvertreter aus Garath, alle Spielflächen und Ruhebereiche ausreichend zu beschatteten. »Auf den meisten Spielplätzen gibt es zu wenig Sitzgelegenheiten und Ablageflächen, um beispielsweise einem Baby die Windeln wechseln zu können«, so Ries. Auch müsse man an Unterstellmöglichkeiten bei plötzlichen Wetterveränderungen denken und Bereiche für Senioren einrichten. So würde ein Spielplatz mehreren Generationen dienen können. 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.