IT

Die Hoffnung ist geblieben

Garath. (IT). So ganz ist die Trauer über den Abriss der Hoffnungskirche der Freude über den Ersatzneubau des Altenheims St. Hildegard noch nicht gewichen. Dennoch war das Interesse am 1. Spatenstich riesig.

Rund 150 Interessenten wohnten am Donnerstag dem 1. Spatenstich des St. Hildegard-Hauses an der Ricarda-Huch-Straße bei. Dort, wo noch bis vor wenigen Monaten die Hoffnungskirche gestanden hatte, wurde nun der Grundstein für das von der Caritas betriebene Altenheim gelegt.

Komfortables neues Zuhause

 Caritas-Vorsitzender Henric Peeters wählte seine Worte zu Beginn der Veranstaltung daher mit Bedacht: »Wir haben die Trauer unserer Brüder und Schwestern über den Verlust des Gotteshauses nicht vergessen. Aber auch die Freude über diesen Neubau sollte man zeigen.« Der Ersatzneubau war aufgrund gesetzlicher Auflagen einer Einzelzimmerquote von 80 Prozent notwendig geworden. Mit dem Ersatzneubau des Altenzentrums St. Hildegard will der Caritasverband Düsseldorf e.V. ab Ende 2019 für 80 Bewohnerinnen und Bewohner in modernen Einzelzimmern ein komfortables Zuhause schaffen. Weiterhin können zukünftig zwölf pflegebedürftige Menschen im Bereich der Tagespflege betreut werden. 

Mit den Worten von Bezirksbürgermeister Uwe Sievers soll der Geist der Versöhnung den Ort prägen: »Wir blicken in die Zukunft und möchten, dass etwas Gutes entsteht. Was lange währt wird endlich gut. Das Altenheim wird ein Schmuckstück werden und den Stadtteil, der für alle Menschen offen sein soll, bereichern.« 

Diese Ansicht teilt auch Fred Puck von der Bürger- und Interessengemeinschaft Garath (BIG): »Das, was hier entsteht, ist eine gute Sache für Garath. Ich hoffe nur, dass auch die weiteren Projekte im Stadtteil zügig umgesetzt werden.«  Hoffnung ist nicht nur ein Stichwort, dem an dieser Stelle eine besondere Bedeutung zukommt. Sie ist auch das Hauptthema von Pfarrer Martin Ruster: »Hoffnung ist an dieser Stelle oft erzeugt worden für Menschen, die scheinbar wenig Hoffnung hatten«, sagte er bei der Einsegnung des Grundsteins.  

Architekt Markus Schmale ist sich jedenfalls sicher: »Der Grundstein steht für Glück und Zufriedenheit der Menschen, die in unseren Häusern leben.   Und glücklich aufwachsen kann man hier. Das wurde mir erst kürzlich u.a. von einer jungen Mutter aus Garath bestätigt.«

 

Infos

- Fertigstellung: Herbst 2019

- Pflegeheim mit 80 Plätzen und 12 Tagespflegeplätzen

- 21 Quadratmeter große Einzelzimmer inklusive rollstuhlgerechtem Bad

- Grundstück: 3.730 Quadratmeter

- Hausrestaurant mit eigener Frischeküche

- zwei Lichtdurchflutete Aufenthaltsräume

drei Aufzüge

- zwei Wandelgänge führen um den zentralen Innenhof

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.