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Kämpfer gegen Verschwendung

Benrath. Die Initiative Foodsharing ist dabei, eine eigene Gruppe in dem südlichen Kreis Mettmann aufzubauen. Dabei setzt man auf die Hilfe der Benrather Kollegen. Aktivistin Katharina Linke »rettet« bereits rund eine Tonne Lebensmittel pro Woche.

»Es kann einfach nicht sein, dass in Peru Spargel angebaut wird, der dann mit dem Flugzeug nach Deutschland geflogen wird, nur, damit er hier in der Tonne landet«, sagt Katharina Linke. Die gebürtige Haanerin ist »Food-sharing-Botschafterin« für die Region im Süden des Kreises Mettmann und kämpft aktiv gegen Lebensmittelverschwendung. Der Spargel sei dafür natürlich nur ein Beispiel.

»Wir sind derzeit dabei, im Südkreis eine eigene Gruppe der Initative Foodsharing aufzubauen«, sagt sie. Aktuell treffe man sich noch gemeinsam mit der Düsseldorfer Gruppe, jeden ersten Montag im Monat um 18.30 Uhr im Zentrum Plus an der Calvinstraße 14 in Benrath.

»Wir haben aber bereits mehrere Kooperationspartner in der Region«, sagt sie. Das sind Betriebe, die vor allem Obst, Gemüse und Backwaren abgeben, die sie nicht mehr verkaufen oder verarbeiten können. »Da haben wir rund 15 Abholungen derzeit, vor allem in Hilden und Monheim«, sagt sie. Die Betriebe seien froh, dass die Lebensmittel, die ja noch essbar seien, nicht einfach in die Tonne kämen.

Bedürftigkeit steht nicht im Vordergrund

Allein rund eine Tonne Lebensmittel pro Woche kämen so zusammen, die wie Linke sagt, gerettet werden. »Wir verteilen die dann kostenlos an Interessierte, denen egal ist, ob die Lebensmittel nicht mehr so schön sind«, erklärt die 27-Jährige. 

Dabei steht nicht wie bei den Tafeln die Bedürftigkeit im Vordergrund, sondern der Gedanke, Lebensmittel-Verschwendung zu vermeiden.

Rund 82 Kilogramm Lebensmittel wirft jeder Deutsche statistisch gesehen pro Jahr in die Tonne. 

Mitmachen entweder als »Lebensmittelretter« oder als »Foodsharer« können bei der Initiative Foodsharing daher auch alle. 

Die Initiative ist im Jahr 2012 entstanden und inzwischen ein eingetragener Verein mit Sitz in Köln. In ganz Deutschland gibt es Gruppen mit derzeit rund 36.000 Ehrenamtlichen. 

Nutzer, also Empfänger der Lebensmittel, die sonst weggeworfen würden, sind es in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits über 200.000. 

»Da wir den Betrieben eine Verzichtserklärung geben und das kostenlos privat abgegeben wird, gibt es auch keine Probleme mit dem Lebensmittelrecht«, sagt Linke. 

Wer mitmachen möchte, egal ob als Retter oder Nutzer, könne sich gerne an sie wenden unter der E-Mail-Adresse foodsharing.info@gmail.com – oder einfach beim Treffen in Benrath vorbei kommen.

»Bald werden wir wohl auch einen Ort für ein Treffen im Südkreis etablieren. Mitmacher sind aber immer willkommen.«

In Benrath steht seit vergangenem Jahr das »Ben-Rad« gegenüber dem S-Bahnhof. Der bunte, fahruntüchtige Drahtesel mit diversen Körben wird regelmäßig von Foodharern befüllt. Lebensmittel können dort abgegeben oder entnommen werden.

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