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Wird sie die erste DFB-Präsidentin?

Warum Ute Groth Reinhard Grindel beerben will

LokalsportSeit dem Rücktritt Reinhard Grindels als DFB-Präsident kocht die Gerüchteküche, wer die Nachfolge antreten soll. Mit dieser Bewerbung dürfte allerdings niemand gerechnet haben: Ute Groth, Vorsitzende des Vereins DJK TuSA 06 Düsseldorf hat ihre Unterlagen offiziell beim DFB eingereicht. Wir sprachen mit ihr über die Hintergründe.

Frau Groth, warum bewerben Sie sich auf die Nachfolge Grindels?

Wie schreibt die Süddeutsche am 12. April so treffend: »Es braucht für das Präsidentenamt eine untadelige Person, die nicht den Fußballsümpfen entstammt, es geht ja um ein Amt, das - bei aller Belastung - kein Studium der Raketenwissenschaften erfordert. Ich denke Erfahrung in der Vereinsführung, Networking, Teamarbeit etc. sind gute Qualifikationen, die ich vorweisen kann. Darauf hin habe ich am 5.4. per Post eine schriftliche Bewerbung an den DFB gesendet.

Eine Frau als DFB – Präsidentin: Das gab‘s noch nie. Wie wollen Sie die Männerwelt von Ihren Fähigkeiten überzeugen?

Das Geschlecht ist nicht entscheidend.  Egal ob Mann oder Frau, jeder und jede muss rund sieben Millionen Mitglieder überzeugen der oder die Richtige zu sein.

Was muss der DFB verändern, um in Zukunft nicht nur handlungsfähig zu sein, sondern auch als Repräsentant aller Fußballer - auch der Amateure - wieder ernstgenommen zu werden?

Für mich ist der DFB »die da oben« - und die sind von der Basis zu weit weg.

Die Zusammenarbeit mit den Amateurvereinen, die es ja gibt, muss intensiviert und öffentlich stärker hervorgehoben werden. Die Satzungsziele sind ehrenwert, deren Umsetzung aber wenig sichtbar, im Fokus steht fast ausschließlich das Profigeschäft.

Es scheint, dass auch mehr finanzielle Mittel an die Basis gelangen müssen. 

Welche wären die ersten Punkte, die Sie angehen würden?

Da ich eine Distanz zwischen oben und unten sehe, wären da die ersten Schritte zu gehen. Vertrauen in die Vereinsführungen aufbauen und über Werte und Vorbilder nachdenken. Auch im Zusammenhang mit den Vorgängen bei der FIFA.

Hätte nicht das Amt des Vorstandsvorsitzenden der Fortuna gereicht?

Zum Zeitpunkt meiner Bewerbung beim DFB  war Herr Schäfer noch im Amt.

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