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Reisholzer Quatschköpp: Viel Quatsch bis Aschermittwoch

Düsseldorf. Ausverkaufte Sitzungen, prall gefülltes Party­programm, Teilnahme an allen relevanten Veranstaltungen: Die Reisholzer Quatschköpp sind wieder da: »Gemeinsam jeck«

Noch vor zwei Jahren sah es düster aus für den Fortbestand des bunten Haufens. Kaum Nachwuchs, gedrückte Stimmung, Endzeitstimmung. Der Elferrat empfahl die Auflösung des Vereins. Ein Umbruch musste her. »Wir haben diverse Ideen gesammelt und waren begeistert von der Resonanz. Die Quatschköpp scheinen vielen Karnevalsfreunden wirklich am Herzen zu liegen – das treibt uns an. Es gibt einen neuen Elferat, die Stimmung ist gut und alle sind darauf bedacht, sich gegenseitig zu unterstützen«, sagt Dirk Angerhausen, der gemeinsam mit Melina Schulze nicht nur für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, sondern auch die Sitzungen moderiert.

»Apropos Sitzungen: Die sind alle ausverkauft. 180 Karten konnten wir für die Kindersitzung absetzen und je 300 Tickets für die Damen und die Herrensitzungen in der orthodoxen Kirchengemeinde, wo wir sogar ein Gepäcknetz anbauen mussten«, freut sich Melina Schulze.

 Sitzungshighlights

Und so konnten die Quatschköpp am Wochenende gleich beweisen, wie jeck sie es wirklich meinen. Drei Sitzungen, drei Highlights, dreimal Stars und Sternchen wie Alt Schuss, Christian Pape, John Doyle, Fauth Gentlemen Ensemble, Manni der Rocker, Swinging Funfares oder die Tanzgarde der KaKaJu, die über die Bühne wirbeln und die Zwerchfelle der versammelten Närrinnen und Narren strapazieren.

Premiere geglückt. Doch es warten noch viele weitere Aufgaben auf die bunte Bande: Karnevalszug in der Paulsmühle am 2. März, der eigene Veedelszug durch Reisholz und Hassels. am 3. März, abends die Karnevalsparty im Reisholzer Bürgerhaus und der Rosenmontagszug am 4. März.

»Das schlaucht natürlich«, sagt Angerhausen. Aber man müsse halt Spaß an der Sache haben – und das sei bei allen Quatschköpp zu 100 Prozent der Fall. »Wir kennen uns alle von früher. Das macht es einfach«, sagt Melina Schulze über die »erste Session, wo wir die Hosen anhaben.«

Und auch nach der Session bleibt man aktiv. Wir feiern das Familienfest zwei Wochen vor Ostern. und auch beim Paulinenparkfest  sind wir dabei. Man unterstützt sich vor Ort eben gegenseitig und präsentieren uns dabei«, sagt Melina Schulze, die weiß, dass es wichtig ist, auch jüngere Leute für den Fortbestand des Vereins in der Zukunft anzusprechen: »Wir müssen Leute unter 40 für die Zukunft ansprechen. »Brauchtum muss man leben und weitergeben. Gleichzeitig sind aber auch neue Ideen zu entwickeln.«

Dirk Angerhausen ist zufrieden über die Entwicklung der Quatschköpp: »Ziel vieler Aktionen ist ja, Geld für den Veedelszug zu verdienen. Wenn wir genug Support bekommen, schauen wir weiter.«

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