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Unterwegs mit dem Horror-Bus

Nach Kontrolle: 38 Mängel entdeckt

Düsseldorf. Zur Weihnachtszeit packt viele Menschen das Reisefieber. Doch in diesen Horrorbus sollte niemand steigen.

Am Morgen des 12. Dezember kontrollierten Beamte des Verkehrsdienstes einen mazedonischen Fernreisebus, der mit fünf Fahrgästen besetzt war und gerade im Begriff war, circa 20 bis 30 weitere Fahrgäste am zentralen Busbahnhof Worringer Platz aufzunehmen, um nach Mazedonien zu fahren. Der Fahrer konnte keine Lizenz für die Aufnahme von Passagieren vorweisen. Weiterhin konnten 38 zum Teil schwerwiegende, technische Mängel festgestellt werden. 

So war die Bremswirkung an allen Achsen höchst unterschiedlich. Korrosionsstellen an tragenden Teilen - hauptsächlich an der Bodengruppe - Ölundichtigkeit am Ausgleichsbehälter der Lenkhilfe (Es tropfte Öl auf den Endschalldämpfer der im Betriebszustand circa 800 Grad Celsius erreicht) sollten das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste schon dämpfen. Dass keinerlei Feuerlöscher oder Hilfematerialien mitgeführt wurden, macht die Sache auch nicht eben besser. 

Da wundert es schon niemanden mehr, dass diverse Beleuchtungen defekt waren und kaum ein Sicherheitsgurt funktionierte. Mehrere Reifen waren einseitig abgefahren. Der Stoßfänger vorne war beschädigt und scharfkantig. Der Energiespeicher für die Druckluftbehälter war angerostet. 

In der Sache haben die Beamten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gefertigt, eine Sicherheitsleistung in Höhe von 631,50 Euro erhoben und die Kennzeichen bis zur Beseitigung aller Mängel sichergestellt..

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