IT

Mehr Raum für Kinder

Düsseldorf. Auch in Düsseldorf steigt der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder. Aus diesem Grund soll es bis zum Ende des Kita-Jahres 2019/2020 insgesamt 27.927 Plätze für Kinder bis zum Schuleintritt geben.

Für Kinder unter drei Jahren soll es nach der vorgelegten Planung zum 31. Juli 2020 insgesamt 9.385 Betreuungsplätze in Tageseinrichtungen und der Tagespflege geben. Für Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt werden 18.542 Plätze zur Verfügung stehen.


Suche nach Räumlichkeiten

Wie sehr sich das Bevölkerungswachstum Düsseldorfs in den Zahlen niederschlägt, verdeutlicht Stadtdirektor Burkhard Hintzsche.  mit dem Hinweis: »Hätten wir es in den letzten fünf Jahren mit konstanten Kinderzahlen zu tun gehabt, wären wir bei den Kinder unter drei Jahren bei einer Versorgungsquote von 54,4 Prozent und bei den Kindern ab drei Jahren bis zum Schuleintritt bei 112,5 Prozent. Wir kämpfen also nicht nur mit einem steigenden Bedarf, sondern auch mit der erhöhten Kinderzahl in unserer Stadt, die wir natürlich sehr begrüßen. Wir tun alles, was möglich ist, um zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten für Kinder zu schaffen. Dazu sind wir auf der ständigen Suche nach geeigneten Grundstücken und Räumlichkeiten, um neue Kitas zu schaffen.«

Fachpersonal dringend gesucht

In diesem Zusammenhang machte der Stadtdirektor auf einen weiteren Engpass aufmerksam: »Wir müssen neben dem Neubau von Einrichtungen auch an die Aquirierung zusätzlicher Erzieherinnen und Erzieher denken. Dies wird zunehmend schwieriger. Daher werden im Jugendamt besondere Anstrengungen zur Gewinnung und Bindung des pädagogischen Fachpersonals unternommen. Wir haben eine breite Palette an Maßnahmen entwickelt, damit wir nicht irgendwann in die Verlegenheit kommen, zwar eine neue Kita errichtet, aber dafür nicht das notwendige Fachpersonal zu haben. Schließlich wollen wir auch auf die inzwischen attraktiver gewordene Bezahlung im Kita-Bereich aufmerksam machen: Eine ausgebildete Erzieherin oder ein ausgebildeter Erzieher verdient ohne Leitungsfunktion zwischen etwa 40.000 und 48.000 Euro brutto im Jahr. Dadurch wird meines Erachtens auch die Wertschätzung für diese Berufe zum Ausdruck gebracht.«


Erweiterte Öffnungszeiten

Für Jugendamtsleiter Johannes Horn ist wichtig, dass im Kindergartenjahr 2019/2020 auch die Öffnungszeiten einiger Kitas erweitert werden: »Aus der Elternbefragung im letzten Jahr ging hervor, dass sich einige Eltern längere Öffnungszeiten ihrer Kita wünschen. Daher werden wir in 17 Kindertageseinrichtungen die Öffnungszeiten um fünf Stunden wöchentlich erweitern. Es handelt sich dabei um eine Zeitbudget, das flexibel für die Verlängerung der täglichen Öffnungszeit oder die Verlängerung der Öffnungszeit am Freitag oder auch anders verwandt werden kann. Auch können die Kontingente nach einem Kindergartenjahr auf andere Einrichtungen eines Trägers wechseln, wenn die Bedarfslage sich verändert. In einer Tageseinrichtung werden bereits bestehende sehr lange Öffnungszeiten auf Dauer abgesichert.«

Der permanente Ausbau der Kinderbetreuung führt auch zu beständig steigenden Kosten. »Wir haben in den letzten Jahren eine Betriebskostensteigerung von etwa zehn Millionen Euro pro Jahr - so auch für das Kitajahr 2019/2010. Es sind schließlich ja auch jedes Jahr etwa 1.000 neue Betreuungsplätze geschaffen worden. Ohne die investiven Ausgaben in neue Kitas belaufen sich die Betriebskosten nach dem Antrag auf Landesmittel nach dem Kinderbildungsgesetz auf etwa 230 Millionen Euro für 2019/2010. 

Die Kosten müssen im Wesentlichen vom Land und der Stadt getragen werden. Das ist nach meiner Überzeugung gut angelegtes Geld, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen«, resümierte Burkhard Hintzsche.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.