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Künstler helfen Künstlern

Düsseldorf. Wo Kreativität und Kunst sich nicht entfalten können, ist die Freiheit des Denkens generell gefährdet. Das weiß die Düsseldorfer Künstlerin Carlota Carbonell Valero nur zu gut.

Und plötzlich bebte die Erde. Die gerade erst fertig gestellte »Schule für plastische und visuelle Künste« drohte, einzustürzen. Gut, Oaxaca liegt nicht um die Ecke. Doch für die Düsseldorferin Carlota Carbonell Valero ist die Katastrophe in Mexiko auch ein Einschnitt in ihr Leben. Gerade wollte sie dort ihr Auslandslehrjahr beginnen, als sie die Nachricht erhielt, dass ein kurzer Moment alles verändert hat. »Es hat mir das Herz gebrochen.

Die Schülerinnen und Schüler wurden in der Folge in provisorischen Unterkünften untergebracht. Die Gebäude sind nicht mehr betretbar. Also kam mir die Idee, eine Benefizausstellung mit befreundeten Kunstschaffenden zu organisieren. Mittlerweile sind 19 Künstler dabei, darunter Namen wie Klaus Sievers, Christian Johannes Bauer, Christa Gather, Jürgen Mester, Patrick Vogt, Benjamin Nachtwey, Birgit Hübner, Jerónimo Arteaga-Silva, Wolfgang Kremer oder Yvonne Schweidtmann. Der Erlös der verkauften Werke geht zu 100 Prozent an die Akademie, deren Sanierung mehr als 100.000 Euro kostet«, so Carbonell Valero.

Die beinahe einjährige Suche nach einem geeigneten Ausstellungsort führte die Künstlerin schließlich zum Verein D-Mitte, der ihr seine Räumlichkeiten an der Oststraße 118 zur Verfügung stellt. Dort wird die Ausstellung am 12. Oktober um 19 Uhr eröffnet. Carlota Carbonell Valero: »Für die Mexikaner liegt Europa ‚auf der anderen Seite der Pfütze‘ - also ewig weit weg. Dennoch stifteten auch 32 dort ansässige Künstler und Studenten mehr als 70 Arbeiten, die ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sind. Welch ein Vertrauen«, sagt sie begeistert.

Die Kunstwerke folgen keiner einheitlichen Richtung. Verschiedene Generationen haben daran gearbeitet. 

Ein musikalisches Rahmenprogramm, Filmvorführungen und Vorträge, zum Beispiel zum aktuellen künstlerischen Geschehen in Mexiko, begleiten die Ausstellung, die bis zum 4. November zu sehen ist. 

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