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Großprojekte und ihre Stiefkinder

Düsseldorf. Da hat Straßen.NRW einiges vor: In den kommenden zwei Jahren stehen 140 Großbaustellen in NRW auf dem Programm; ein Rekordhaushalt von rund 1,4 Milliarden Euro wird dafür eingesetzt.

In unserer Region sind vor allem die Baustellen auf der A3, der A46 und im Hildener Kreuz von Bedeutung. 

Das Hildener Kreuz

Im Hildener Kreuz werden zur Zeit zwei Behelfsbrücken gebaut, über die der Verkehr dann fließen soll. Der Abriss des alten Bauwerks ist für Sommer 2020 geplant. Hierfür wird es an einem Wochenende eine Vollsperrung des gesamten Kreuzes geben. 2021 soll das 25,9 Millionen Euro-Projekt abgeschlossen sein. Dann kann der Umbau des Hildener Kreuzes folgen. Die Planungen hierfür laufen noch.

Die A3 und ihre Planungen

Die A3 zwischen dem Kreuz Hilden und Leverkusen-Opladen wird noch bis Ende 2020 saniert. Dabei wird die Maßnahme mit den Arbeiten am Kreuz Hilden koordiniert. Danach kommen die Auf- und Abfahrten in Solingen dran. Nach der Sanierung ist ein Ausbau der A3 auf acht Fahrspuren geplant. Ob und wie das realisiert wird, hängt von Verkehrsgutachten und einer Umweltverträglichkeitsstudie ab, die noch bis zum Sommer läuft. Erst ab Herbst wird mit Ergebnissen gerechnet.

A46 Richtung Wuppertal

An der A46 wird noch bis zum Herbst nächsten Jahres die Brücke über den Westring neu gebaut. Ab Mitte dieses Jahres soll eigentlich mit dem sechsspurigen Ausbau der Autobahn zwischen Wuppertal-Cronenberg und Haan-Ost begonnen werden. Allerdings hat die Stadt Wuppertal dagegen geklagt und das Urteil steht noch nicht fest. 

»Stiefkind« Kreuz Düsseldorf-Süd

Weil der Verkehrsfluss möglichst wenig beeinträchtigt werden soll, haben die Bauarbeiten am Hildener Kreuz und der Fleher Brücke auch Einfluss auf die Baustelle am Kreuz Düsseldorf-Süd. Hier ist die gute Nachricht, dass der nördliche Teil, also die Fahrtrichtung Düsseldorf, so gut wie fertig ist. Wann allerdings der Umbau der Fahrtrichtung Wuppertal ab Düsseldorf-Eller abgeschlossen ist, hängt von den anderen Baustellen ab. Hier sind Absprachen zwischen den Regionalniederlassungen Rhein-Berg und Niederrhein, sowie der Bezirksregierung Düsseldorf und der Autobahnpolizei nötig, inwiefern eine Beschleunigung nötig und sinnvoll ist. Wenn diese Baumaßnahme dann fertig ist, wird auch das Nadelöhr bei Eller beseitigt sein und eine durchgehende dreispurige Verkehrsführung Richtung Wuppertal ist dann möglich.

Die Staus am Tunnel Wersten sollen hingegen nichts mit der Baustelle rund ums Kreuz Düsseldorf-Süd zu tun haben. »Hier handelt es sich meist um reguläre Wartungsarbeiten, die aber vorwiegend in verkehrsärmeren Zeiten durchgeführt werden«, erklärt Norbert Cleve, Pressesprecher der Regionalniederlassung Niederrhein. Akute Sondersperrungen seien natürlich möglich. Eine Erklärung, die zwar einleuchtend klingt, aber denen, die trotzdem dort ständig im Stau stehen nicht unbedingt weiter hilft.

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