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»Ein Plan B ist immer wichtig«

Düsseldorf. Der 13-jährige Justin Hök verwirklicht sich seinen Traum. Auch, wenn für den Düsseldorfer mit der prägnanten Stimme in der Casting Show »The Voice Kids« in den Blind Auditions Schluss war, glaubt er weiter daran, es mit der Musik zu schaffen.

Jay Jay, wie ihn seine Freunde nennen, hat immer schon gesungen. Am liebsten zu Songs von Queen und George Michael. »Ich war immer davon überzeugt. dass ich ganz gut singen kann, konnte das aber nicht wirklich unter Beweis stellen. 

Da ich vorm Schlafengehen öfters ‚The Voice Kids‘ geschaut habe, wusste mein Vater, dass ich das Format mag. Irgendwann hat er dann ‚heimlich‘ einen Mitschnitt von einer meiner Gesangssessions dorthin geschickt. Als ich dann tatsächlich ausgewählt wurde, haben mich meine Eltern damit überrascht – das war schon der Hammer«, sagt der Achtklässler, der das Geschwister-Scholl-Gymnasium besucht. 

»Ich habe mir gedacht: Wenn er wirklich singen kann, dann wird man das bei ‚The Voice Kids‘ schon herausfinden«, sagt Papa Holger Hök. 

Von diesem Moment im Sommer 2018 geht alles ganz schnell. Jay Jay arbeitet hart und schafft es durch sämtliche Vorentscheide bis zu den Blind Auditions. »Den Song, den man da singen darf, konnte ich mir nicht selbst aussuchen. Die Coaches schauen sich Videos von den Kandidaten an und suchen dann etwas aus, das ihrer Meinung nach am besten zu einem passt. ‚Faith‘ von George Michael ist zwar ein cooler Song, aber ich glaube, mit einer Ballade hätte ich bessere Chancen gehabt«, sagt er nachdenklich. Denn in den Blind Auditions, dem Teil der Sendung, in dem sich die Jurymitglieder für ein Talent, das sie überzeugt, umdrehen müssen, sieht der junge Sänger bis zum Ende seines Vortrags nur die Rückseite der Sessellehnen, in denen die Entscheider über das Weiterkommen oder Ausscheiden sitzen. 

»Am Anfang ist man noch ruhig, aber sobald es in die zweite Hälfte des Songs geht und sich keiner rührt, steigt Panik auf. Ich habe dann versucht, noch kräftiger und lauter zu singen – das war wahrscheinlich genau falsch«, sagt Jay Jay. 

Nach dem vorzeitigen Ausscheiden ist er zwar enttäuscht, lässt aber den Mut keinesfalls hängen. »Musik ist mein Leben. Und The Voice Kids war eine tolle Erfahrung. Vor allem die Zusammenarbeit mit den Coaches und den anderen Kandidaten vermisse ich total, aber das hat mich eben auch weitergebracht«, sagt der Teenager, der in seiner Freizeit für die C-Jugend der DJK TuSA 06 Düsseldorf kickt oder waghalsige Moves auf seinem BMX-Rad macht. 

»Mein Ziel ist es, mit der Musik weiterzukommen. Ich weiß, dass das heutzutage schwer ist, aber  mir geht es gar nicht darum, mal kurz berühmt zu sein. Ich möchte einfach meine eigene Identität schaffen und nicht so klingen wie jemand anderes. Durch die Show habe ich viele Kontakte und Angebote erhalten, vor allem, was Live-Auftritte angeht. Wer weiß: Vielleicht klappt es ja auch nochmal bei The Voice Kids. Und wenn nicht, studiere ich eben Jura. Ein Plan B ist immer wichtig.«

Info

Justin Hök auf Instagram: justin.hoek_tvk

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