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SW06Vereinsheim abgebrannt - Ehrenamt auf dem Scheiterhaufen

Düsseldorf. Und plötzlich steht man vor dem Nichts. Ein Feuer verwüstete in der vergangenen Woche das Clubhaus des Vereins Schwarz-Weiß 06 Düsseldorf. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Auch beim Garather SV brannte es vor einigen Wochen aus ungeklärter Ursache. Nur ein Zufall?

»Wir haben harte Tage hinter uns. Zunächst ging es uns darum, so schnell wie möglich den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen zu können. Mit der Stadt verhandeln wir über Containermodule, damit man sich umziehen und duschen kann. Der Oberbürgermeister möchte sich in dieser Hinsicht relativ unbürokratisch einbringen. Wir hatten eigentlich in dieser Woche die Zusage bekommen, das ganze Gebäude zu sanieren. Dafür haben wir jahrelang gekämpft. Das ist jetzt schon wieder dahin«, sagt der 1. Vorsitzende Michael Drinhausen mit brüchiger Stimme. Der Schock über den sinnlosen Gewaltakt und die Strapazen der letzten Tage haben auch bei dem Vereinsboss deutliche Spuren hinterlassen. Umso erfreulicher, dass Vereine aus der näheren und ferneren Umgebung sofort unkomplizierte Hilfe angeboten haben. Ob durch das Überlassen ihrer Trainingsplätze oder das Spenden von Material. Auch das wohl prominenteste Ex-Vereinsmitglied, Sänger Heino, hatte umgehend Hilfe zugesagt. 

Warum aber brennt jemand ein Vereinsheim nieder? Tatsächlich nur, um einen Einbruch zu vertuschen, wie es heißt? Im Falle des Schwarz-Weiß-Clubhauses wird hoffentlich die Auswertung des Videomaterials hier ein paar Hinweise geben. 

Auch auf dem Vereinsgelände des Garather SV brannte es vor einigen Wochen. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Feuern? »Die Ermittlungen laufen auch im Fall des Garather Kabinenbrands noch. Auch dort gehen wir von Brandstiftung aus. Allerdings hat sich das Feuer dort ganz anders entwickelt. Aber natürlich schauen wir, ob es  Zusammenhänge zwischen den beiden Bränden gibt. Zum jetzigen Zeitpunkt müssen wir aber die Ermittlungen abwarten«, so Marcel Fiebig, Pressesprecher der Düsseldorfer Polizei auf Wochenpost-Anfrage.

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