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Eberhard brauste durch Düsseldorf

Düsseldorf. Am 10. März erreichte Sturmtief Eberhard Düsseldorf.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h brauste der Sturm durch die Landeshauptstadt, riss Äste ab, entwurzelte Bäume und ließ einen Spaziergang zum Kraftakt werden.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte vorab eine Unwetterwarnung der Stufe 3 bis 4 für den Zeitraum von 14 bis 20 Uhr herausgegeben. Der Wildpark blieb geschlossen, vor dem Aufsuchen von Friedhöfen oder Spielplätzen wurde gewarnt. 

Der Zugverkehr kam zum Erliegen - auch am Montag konnten einige Regionalbahnen nicht fahren. Reisegäste sollten sich vorab über mögliche Ausfälle und Störungen informieren. In ganz NRW rückten die Feuerwehren zu Hunderten Einsätzen aus. Immer wieder galt es, umgestürzte Bäume zu entfernen. Warum trotz allem Fußballspiele im Freien stattfanden, fragen sich nicht nur die Beteiligten. Auf manchen Plätzen flogen Kabinendächer davon, auch die Spielgeräte waren teilweise nicht zu kontrollieren.  

Im Bereich des Deichgrafen im Südpark ist eine Weide, im Ostpark eine Hainbuche und im Schlosspark Garath eine Hemlocktanne umgestürzt. Im Schlosspark Eller sind drei Bäume gefallen, fünf Bäume wurden entwurzelt. Am nahegelegenen Abenteuerspielplatz/Heidelberger Straße ist ein Baum gefallen. Im Parkwald des Schlossparks Benrath sind insgesamt 25 Bäume gefallen - darunter Solitär-Buchen, Ahorn, Apfeldorn und Eiche. Auch im Elbroichpark wurde eine Solitär-Buche komplett beschädigt. Im Hofgarten brach der Stamm einer Linde und im Golzheimer Rheinpark eine Weide; beide müssen gefällt werden. Auch im Buchenwäldchen des Hofgartens muss eine Buche gefällt werden, da ihr Wurzelteller angehoben wurde. Im Nordpark, im Zoopark und im Hanielpark kam es zu diversen Starkastabrissen. Weitere Astbrüche sind im Volksgarten und auf dem Kinderspielplatz an der Chemnitzer Straße zu verzeichnen.

Am Staad sind Bäume mit Wurzeltellern durch den Wind in Schiefstand geraten. Durch eine umstürzende Kastanie und diverse Astbrüche wurden auf der Cecilienallee mehrere Autos beschädigt. An der Adlerstraße kippte eine Robinie samt Wurzelteller und beschädigte ein Auto. An der Zweibrückenstraße, am Lantz’schen Park und am Hans-Vils-Weg stürzten mehrere Bäume um. Auch an der Büdericher Straße, dem Grevenbroicher Weg, am "Werstener Deckel", Im Wäldchen und Im Kämpchen fiel je ein Baum. Ein rund vier Meter hoher Baum stürzte am Friederike-Fliedner-Weg auf ein Gartenhaus. An der Thewissenstraße am Nordfriedhof kippte ein Baum im Verkehrsgrün. Ein Ahorn ist am Bittweg abgeknickt, einer an der Bahlenstraße auseinandergebrochen und einer wurde an der Brinckmannstraße angeschoben. Je ein Ahorn wurde an der Further Straße und an der Münchener Straße entwurzelt. An der Aldekerstraße und an der Ziegelstraße sind Bäume so stark beschädigt, dass sie gefällt werden müssen. Zu Starkastabrissen kam es an der Diepenstraße. An der Redinghovenstraße brachen Äste einer Kastanie und an der Ittertsraße kam es zu einem Kronenriss.

Auf den Friedhöfen fielen einige Bäume oder wurden beschädigt: Vier Bäume stürzten auf dem Nordfriedhof; fünf weitere wurden so stark beschädigt, dass sie gefällt werden müssen. Auf dem Südfriedhof und dem Friedhof Unterbach fiel jeweils ein Baum. Auf dem Friedhof Stoffeln brachen zwei Stämmlinge aus einem Haselnussstrauch und ein Ast von einer Eiche. Auf dem Friedhof Gerresheim sind drei Bäume umgefallen; ein weiterer steht nun durch den Sturm schief. Eine Eibe fiel auf dem Friedhof Hassels; bei einer Birke und einem Ahorn brachen die Kronen. Im südlichen Teil des Alten Golzheimer Friedhofes ist der Stamm eines Baumes gebrochen; er muss gefällt werden. Auf den Friedhöfen Eller, Heerdt und Unterrath wurde nichts beschädigt. Auch auf den Friedhöfen Itter, Angermund, Kalkum sowie Hubbelrath gab es keine größeren Schäden.

Im Forstrevier Süd gab es rund 50 umgestürzte Bäume entlang der Waldwege und 400 im Waldbestand. Im Forstrevier Mitte stürzten 20 Bäume an den Waldwegen und 100 im Waldbestand; und im Forstrevier Nord fielen 10 an den Waldwegen und 50 im Waldbestand. Fünf Buchen wurden am Niederheider Wäldchen entwurzelt. Im Wildpark gab es keine größeren Schäden; er hat daher normal geöffnet.

Der Schlosspark Benrath bleibt die gesamte Woche geschlossen. Durch den Sturm sind im Parkwald insgesamt 25 Bäume mit einem Stammdurchmesser zwischen 30 und 130 Zentimetern gefallen. Daher muss der Wald aus Sicherheitsgründen ab sofort bis mindestens zum Ende der Woche gesperrt werden. In dieser Zeit werden die umgestürzten Bäume weggeräumt. Stehen gebliebene, aber beschädigte Bäume werden behandelt und ihre Standsicherheit kontrolliert. Ein Teil des Holzes verbleibt als "Spechtbäume", also als Unterschlupf für Tiere, im Wald.

Die entstandenen Lücken werden entweder durch Nachpflanzungen oder durch Naturverjüngung geschlossen werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gartenamtes sind mit den Aufräumarbeiten in allen Bezirken und in den Waldbereichen im Einsatz. Sollte es zu Beeinträchtigungen kommen, bittet das Gartenamt um Verständnis.

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