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Droht Düsseldorf der ambulante Pflegenotstand?

Düsseldorf. Die Nachricht war für viele Betroffene ein echter Schock. Das Angebot der ambulanten Pflege der Caritas wird ab Mai auf die Stadtteile Flingern, Stockum, Wersten und Unterbilk begrenzt.

Für pflegebedürftige Personen, die nicht in diesen Stadtteilen wohnen, ist das keine schöne Nachricht. »Es geht um ca. 100 Patientinnen und Patienten aus anderen Stadtteilen. Wir wollen aber niemanden im Stich lassen, sondern mit ihnen gemeinsam die Pflege neu organisieren«, sagt Caritas-Sprecherin Stephanie Agethen.

»Die Entscheidung zur Umstrukturierung unseres ambulanten Pflegedienstes ist uns nicht leicht gefallen und ist das Ergebnis eines monatelangen, intensiven Abwägungsprozesses«, erklärte Caritasdirektor Henric Peeters am 18. März. Hintergrund sei die seit vielen Jahren defizitäre wirtschaftliche Situation der ambulanten Dienste, die sich im Wesentlichen aus dem flächendeckenden Angebot im gesamten Stadtgebiet begründe. »Weiterhin zahlen wir bei der Caritas, verglichen mit den gewerblichen Mitbewerbern, hohe tariflichen Löhne bei gleichzeitig nicht auskömmlicher Refinanzierung der Kranken- und Pflegekassen«, gibt Peeters zu bedenken.

Doch es gibt noch weitere Probleme, die eher auf die Größe des zu bearbeitenden Bereichs zurückgeht. »Wenn Sie das ganze Stadtgebiet abdecken, kämpfen Sie mit einer hohen Verkehrsdichte, müssen Parkplätze suchen und dann vielleicht nur zwei Patienten in den betreffenden Vierteln betreuen. Das wurde zunehmend zum Problem«, so Stephanie Agethen, die darauf hinweist, dass sich die Betroffenen möglichst früh an die Caritas wenden sollen, um gemeinsam eine Lösung zu finden. »Wir sind bereits mit anderen Anbietern im Gespräch und sind in allen Phasen der Vermittlung gerne behilflich«, sagt sie.  

Kontakt

Patrick Schmidt, Tel. 0211-16021326 patrick.schmidt@caritas-duesseldorf.de, Fachbereichsleitung übernimmt die Koordination für Anfragen von Patienten. 

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