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Ägypten greift nach der Weltmeisterschaft

Die WoPo-Mini-WM. Am 30. Juni, um 10 Uhr, wird die Wochenpost-Mini-WM angepfiffen. Auch die E-Jugend-Kicker von Inter Monheim – oder besser: Ägypten – werden auf dem Gelände des FC Monheim um den Pokal kämpfen.

»Wir  nennen ihn Mo Salah«,   sagt Kürsat Arslan grinsend. Der E-Jugend Trainer schaut auf einen seiner Spieler, der auf dem Ascheplatz des Heinrich-Häck-Stadions fußballerische Kunststücke zeigt.
Bei der Wochenpost- Mini-WM treten die Inter Monheim-Jungs als Ägypten an. »Für uns ist das Turnier ein absolutes Highlight. Dort treffen wir auf Mannschaften, denen wir sonst nie begegnen«, so Arslan.
Auf die Frage, welches Ziel sie sich für das Turnier gesetzt haben, schreien die Jungs wie aus einer Kehle »Tiiiiiiiiiiiiiitel«. Der Trainer sieht es indes realistischer: »Das Viertelfinale wäre schon super. Vielleicht gehen wir nicht als die Favoriten ins Rennen, aber extra für die Mini-WM haben wir eine neue Taktik erarbeitet«, verrät er.
Dabei haben die Inter-Jungs allen Grund, selbstbewusst ins Turnier zu gehen, sie sind nämlich Liga-Meister. »Ein wenig Glück hatten wir schon. Am letzten Spieltag führte der Sport-Ring Solingen 2 gegen den VFB Solingen 3:0. Damit wären sie Tabellenerster gewesen. Aber sie gaben es aus der Hand. Am Ende hieß es 3:4 für den VFB und wir sind Meister«, resümiert Arslan. Fast wäre es nicht dazu gekommen.

Aufgeben ist keine Option

Am Anfang der Saison habe man sich noch überlegt, die E-Jugend aufzugeben. »Wir bekommen einfach recht wenig Unterstützung von Seiten der Eltern. Man sieht sie weder beim Training noch bei Spielen. Ob ihre Kinder pünktlich oder überhaupt hier erscheinen, scheint vielen egal zu sein. Das ist oft frustrierend. Letzten Endes war Aufgeben für uns dann aber keine Option. Wir haben die Jungs einfach ins Herz geschlossen und wir sind für viele von ihnen ein wichtiger Anker«, so der Trainer.
»Mein Sohn sagt selbst, er spielt besser, wenn ich am Spielfeldrand stehe und ihm zuschaue. Er möchte, dass ich auf ihn stolz bin. Und auch mich interessiert natürlich, was mein Junge so macht und wie er sich entwickelt«, erzählt Yavuz Kaya, der die Mannschaft ebenfalls betreut.
Wenn man sich die Jungs anschaut, merkt man, sie sind eine eingeschworene Truppe. Die meisten spielen zusammen, seit sie Bambinis waren. Die Jahrgänge 2007-2009 sind hier bunt gemischt.  »Anfangs haben sie sich noch manchmal verpetzt. Kinder eben. Das hat sich geändert. Nun decken sie sich gegenseitig, wenn es nach Ärger riecht«, lacht Arslan.
Wie weit sie es am Samstag bringen, wird sich zeigen. Sicher ist: Kampfgeist und Teamspirit stimmen. Wir freuen uns schon jetzt auf sie.

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