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Vom Städtedreieck zur Kulturmetropole

Wuppertal, Remscheid und Solingen sollen bei kulturellen Aufgaben stärker zusammenarbeiten

Solingen. (FM). Die drei Bergischen Großstädte wollen sich in puncto Kulturpolitik neu aufstellen. Die Oberbürgermeister von Wuppertal, Solingen und Remscheid wollen in diesem Bereich eine neue Kooperation auf den Weg bringen. Zur Auftaktveranstaltung in der vergangenen Woche trafen sich leitende Kulturakteure aus dem Städtedreieck.

Neue Ideen zur kulturellen Kooperation der Städte Wuppertal, Remscheid und Solingen sammelten vergangenen Mittwoch rund 50 leitende Kulturschaffende aus der Bergischen. Sie waren auf Einladung der drei Oberbürgermeister der Bergischen Großstädte ins Remscheider Teo Otto Theater gekommen, um hier die neue »Kooperative Bergischer Kulturraum« auf den Weg zu bringen. Mit der engeren Zusammenarbeit wollen die drei OBs einen Rahmen vorgeben, in dem das lokale Kulturangebot in seiner Vielfalt gesichert werden kann. Auch neue Formen der Zusammenarbeit von Kulturinstitutionen und eine gemeinsame Werbung für den Standort könnten in Zukunft auf dem Plan stehen. Dabei geht es auch darum, durch gemeinsames Handeln Finanzmittel für Kulturprojekte zu erhalten und sich gegen andere Kommunen als kultureller Standort durchzusetzen. »Alleine hat keiner von uns gegen Düsseldorf oder Köln eine Chance«, so Solingens OB Tim Kurzbach. Ein Ziel der drei Kommunen ist es demnach, sich gemeinsam um einen Teil der rund 100 Millionen Euro zu bewerben, die im neuen NRW-Haushalt zusätzlich für Kultur eingeplant sind.

 

Kooperation soll Mitte 2018 beginnen

 

Generell wird der jetzt angestoßene Diskussionsprozess ergebnisoffen geführt. Grundsätzliches Ziel ist es jedoch, bis Mitte 2018 in die Projektarbeit einzusteigen um dann nach und nach eine kooperative Arbeitsstruktur aufzubauen. Zum Start der Arbeit in der vergangenen Woche haben Kulturschaffende und Politiker sich darauf konzentriert, die Stärken und Schwächen der einzelnen Städte zu analysieren sowie die Bedürfnisse der drei Standorte auszuloten. In weiteren Schritten zwischen November 2017 und April 2018 sind dann Workshops geplant, in denen einzelne Kooperationsfelder genauer umrissen werden sollen. Der gesamte Arbeitsprozess wird von Prof. Dr. Oliver Scheytt moderiert, der bereits kulturelle Großprojekte wie die Bewerbung des Ruhrgebiets als europäische Kulturhauptstadt 2010 begleitet hat.

Im Bezug auf den angestoßenen Prozess will man zukünftig neben den kommunalen Kulturschaffenden auch die freie Szene vor Ort einbeziehen. Auf bereits bestehende Kooperationsmöglichkeiten, wie der gemeinsamen Renovierung von Schloss Burg oder der Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen wie dem »Viertelklang« will man aufbauen. »Wir wollen aber auch die Perspektiven wechseln und uns fragen, was die Menschen und besonders die jüngeren von Kultur erwarten«, so Prof. Dr. Scheytt.

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