Julia Lippert

Geballte Frauen-Power für den American Football

Solingen. Solingen Paladins treten erstmals in der Damen-NRW-Regionalliga an. Die Frauen erklären, warum sie ihre Sportart so sehr lieben

Die Solingen Paladins zeigen, wie viel Spaß Damen-Football machen kann und was das Besondere an der in Deutschland - noch - wenig populären Sportart ist. Am 15. Februar haben Besucher ab 19 Uhr in der Herbert-Schade-Sportanlage, am Krahenhöher Weg 26, die Möglichkeit, bei einem öffentlichen Training das Team und natürlich den Sport näher kennenzulernen.

Den US-»Super Bowl« haben auch viele Deutsche im heimischen Wohnzimmer angeschaut. »Trotzdem ist Football hier eine Randsportart innerhalb einer Randsportart«, sagt Headcoach Michael Schüler. Und weiter: »Früher habe ich zugegebenermaßen auch nicht viel vom Frauen-Football gehalten, da die Spielgeschwindigkeit deutlich langsamer ist als bei den Herren. Doch dann habe ich diese tolle Truppe kennengelernt und wurde vom Gegenteil überzeugt«.

Die Damen-Mannschaft der Solingen Paladins zeichnet sich durch einen hohen Zusammenhalt aus: »Bei uns gibt es keine großen Zickereien, wie man es vielleicht bei einer Frauen-Mannschaft erwarten würde«, sagt Sabrina Kesseler, die bereits ihre fünfte Saison spielt. »Neben den Wettkämpfen ist für uns die Gemeinschaft wichtig. So feiern wir gemeinsam alle Geburtstage, Karneval und treffen uns zu vielen anderen Anlässen.« Ihr gefallen vor allem die Heimspiele, bei denen die Fans für beste Stimmung sorgen und das Team ordentlich anfeuern.

Auch Jennifer Henkel hat sich von der Sportart  und dem Teamgeist mitreißen lassen. »Die Mannschaft hat mich total herzlich aufgenommen«, sagt die 28-Jährige, die erst seit Januar dabei ist.
Anders als bei anderen Sportarten sind die Altersklassen im Team bunt gemischt. Spielerinnen ab 14 Jahren bis Ende 30 betreiben gemeinsam ihren Lieblingssport. »Egal, ob klein oder groß, dick oder dünn – Alle können ohne Vorkenntnisse mitmachen. Man braucht auch nicht besonders sportlich zu sein, denn auf dem Spielfeld finden wir für jeden die passende Position.«

Auch die Trainerkonstellation ist anders, als bei anderen Sportarten: Vier Trainer oder mehr sind für die Mannschaft zuständig. Neben Headcoach Michael Schüler kümmert sich Carsten Stimpel um die Defensive. »Es ist gut mehrere Trainer zu haben. Denn beim Football hat man viel mehr Möglichkeiten als beim Fußball, Spielstrategien zu entwickeln und verschiedene Taktiken auszuprobieren. Zudem kann man vor jedem Spielzug  Spielerinnen auswechseln – das macht das Match besonders spannend«, erklärt Stimpel, der seit einem Jahr die Paladins trainiert und selbst etwa 20 Jahre lang Football gespielt hat.

Gefährliches Laufspiel

Doch was ist die Geheimwaffe der Damen-Mannschaft? »Unser gutes Laufspiel ist sehr gefährlich«, sagt Stimpel.

In diesem Jahr spielt das Team, das seit dem Spätsommer 2013 gemeinsam trainiert, erstmals in der Damen-NRW-Regionalliga. Gespielt wird hier in der 9er Football-Variante. Die Ladies sind immer auf der Suche nach Verstärkung. »Wir freuen uns über jede neue Spielerin. Interessierte können gerne jederzeit zum Probetraining vorbeikommen. Einfach bei uns melden«, sagen die Trainer.

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