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Freie Fahrt: Downhill-Spaß am Bärenloch

Mountainbiker und Co. können bald mit Vollspeed über den »Klingentrail« heizen

Solingen. (FM). Wer mit seinem Mountainbike auch gerne abseits der Straße unterwegs ist, kann sich in diesen Tagen auf den Bau einer neuen Strecke innerhalb Solingens freuen. Unter Federführung des Vereins Velo Solingen entsteht auf einem ehemaligen Deponiegelände nahe dem Bärenloch zurzeit die Mountainbike-Strecke »Klingentrail«.

Seit Anfang Februar durfte der Verein auf der Fahrstrecke nahe dem ehemaligen Rasspe-Firmenareal Rodungsarbeiten durchführen. An den ersten beiden Märzwochenenden waren Aufräumarbeiten angesagt, bei denen zahlreiche freiwillige Helfer die Schneise im Wald vom Holz und Buschwerk befreit haben. »Heute sind etwa 20 bis 25 Leute da. Viele kommen aus unserem Freundeskreis oder haben über Facebook von dem Projekt erfahren und zugesagt«, so Towje Palm vom Verein Velo Solingen.

 

Von Anfänger bis Bike-Crack

 

Auf insgesamt 800 Metern Strecke und 80 Höhenmetern sollen zukünftig Mountainbiker und andere Radenthusiasten die Gelegenheit haben, rasante Geländefahrten zu absolvieren. Drei Schwierigkeitsgrade soll der Klingentrail umfassen. Die Baukosten für das Projekt werden unter anderem von Sponsoren und privaten Spendern abgedeckt. Die Gesamtkosten für den Bau der Fahrstrecke wurden in einer Beschlussvorlage für Sport- beziehungsweise Finanzausschuss im letzten Jahr auf über 82.000 Euro geschätzt. Gut 45.000 Euro soll der Verein aus Mittel der städtischen Sportpauschale bekommen. Dafür muss er bis zum 17. März 25.000 Euro an Eigenmitteln für das Projekt nachweisen. Die Kosten für viele Arbeiten sollen dabei durch den Einsatz von freiwilligen Helfern eingespart werden.

 

Bauarbeiten an der Strecke starten im Sommer

 

»Die meisten Waldgebiete in und um Solingen sind Natur- und Landschaftsschutzgebiete mit einem hohen Schutzstatus«, erläutert Ulfert Gundermann vom Velo Solingen. Er betreut die Suche nach einem passenden Areal für eine Mountainbike-Strecke in Solingen bereits seit einigen Jahren. Lange suchten er und seine Mitstreiter nach Möglichkeiten, den Bau einer legalen Fahrstrecke in Solingen zu ermöglichen. In Zusammenarbeit mit Politik und Stadtverwaltung viel die Wahl des passenden Geländes schließlich auf ein ehemaliges Deponieareal. Lediglich sogenannte Benjeshecken als ausgleichende Unterschlupfmöglichkeiten für Tiere müssen nahe der Strecke angelegt werden.

Die Bauarbeiten an der eigentlichen Strecke sollen Ende Juni beginnen. Nachteil für die Fahrradfans ist, dass auf der ehemaligen Deponie kein eigenes Erdreich für den Streckenbau genutzt werden darf. »Die Vorteile überwiegen jedoch. Insbesondere gefällt uns die gute Erreichbarkeit den Standorts für Jugendliche und Familien«, so Gundermann.

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