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Wann geht es am Waldbeerenberg weiter voran?

Die Stadt ist unzufrieden mit den Fortschritten auf den bereitgestellten Flächen im neuen Wohngebiet

Kreis Mettmann. (it). Dicke Luft am Bau. Im Baugebiet Am Waldbeerenberg sind sich die Stadt Monheim und die Firma Dornieden Generalbau offenbar über den Fortschritt der Arbeiten uneins.

So verweist die Stadt in einer Meldung auf »den rasch vorangetriebenen Sportstättenbau. Die Verlegung des Kunstrasens und der Laufbahn sind in der letzten Phase. Die neue Sporthalle hat bereits ihr Dach erhalten. Und auch die Rohbauten für die ersten Einfamilienhäuser, auf der von einem örtlichen Bauunternehmen erworbenen 10.000-Quadratmeterfläche, werden mit sportlichem Tempo in die Höhe getrieben.« Umso enttäuschter sei man bei der Stadt »über die Tatsache, dass sich auf den von der Firma Dornieden Generalbau GmbH zu entwickelnden Flächen, die immerhin rund 70 Prozent des gesamten Wohnbauareals ausmachen, bis auf die straßenbauliche Erschließung immer noch nichts Sichtbares tut - und das rund dreieinhalb Jahre, nachdem die Gladbacher im Anschluss an einen gewonnenen Architekten- und Investorenwettbewerb den Zuschlag vom Stadtrat zur Entwicklung des wichtigen neuen Wohnbaugebiets erhalten hatten.«

Stein des Anstoßes war wohl,  dass der Prokurist der mit zur Dornieden-Gruppe gehörenden Vista-Reihenhaus-GmbH, Jürgen Kläber,  in der örtlichen Presse die Stadt dafür verantwortlich gemacht hatte, dass der Firma das Bauland bis heute nicht gehöre.

Bürgermeister Daniel Zimmermann kommentiert dies ausgesprochen verärgert:   »Die in der Tat äußerst sperrige Vertragsentwicklung jetzt auf die Stadt allein abwälzen zu wollen und dabei das eigene Verhalten völlig auszublenden, ist schon mehr als frech. Vor allem die Annahme, man habe im Herbst 2016 den Vertrag schon abschließen können, erstaunt doch sehr. Denn der von der Verwaltung bereits im April 2016 vorgelegte Vertragsentwurf wurde erst Ende Oktober 2016 von Dornieden mit einem überraschend umfangreich veränderten Gegenentwurf beantwortet. Allein hierdurch ist ein zeitlicher Verzug von rund einem halben Jahr entstanden - und die Schuld an dieser Verzögerung trägt Dornieden selbst.« Zudem sei die rechtliche Begleitung des Vertragswerkes mit dem Gegenentwurf deutlich komplexer und damit auch zeitaufwändiger geworden, betont Monheims Bürgermeister, so dass erst im Frühsommer 2017 überhaupt ein genehmigungsreifes Konzept für den vom Stadtrat beschlossenen sozialen Wohnungsbau hätte vorgelegt werden können. Das Gleiche gelte für die geforderten architektonischen Konzeptionen.

Zusätzlicher Abstimmungs- und Prüfungsbedarf sei in der Verwaltung allein deshalb entstanden, weil Dornieden im Nachgang zu einem Erörterungstermin beim Notar vor wenigen Wochen noch weiteren Änderungsbedarf angemeldet hätte. 

Trotzdem ist man bei der Stadt zuversichtlich, dass mit dem Bau nun bald begonnen werden kann. Denn auch die nächsten Erschließungen in Baumberg-Ost sind bereits in Planung.

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