David Posor

Schoppenfest: Fortführung im Sinne des Erfinders

Beliebtes Langenfelder Wein-Event lebt nach dem Tod von Julius von Bukowski weiter

Langenfeld. (DP). Sohn Jochen hat die Organisation in die Hände genommen. Am kommenden Wochenende stellt er hauptverantwortlich­ die nächste Ausgabe der Veranstaltung auf die Beine.

»Das 30. Schoppenfest wird auf jeden Fall stattfinden!« Diese Nachricht teilte Jochen von Bukowski bereits am Tag der Beerdigung seines Vaters mit, zu der auch einige Winzer erschienen waren. Für den 48-Jährigen war sofort klar, dass er das Herzensprojekt des Erfinders und langjährigen Organisators übernimmt und die Veranstaltung fortführt. »Mein Vater hatte ja schon im Herbst ­angefangen, sie vorzubereiten«, so der neue Organisa­tionschef.

Jochen von Bukowski
hat Schoppenfest-Erfahrung


Wie Jochen von Bukowski­ verrät, musste er sowieso nicht bei Null anfangen: »Da viele Winzer schon seit vielen Jahren kommen, gibt es klare Strukturen.« Er habe »den Ball gerne aufgenommen«, sagt er. Auch wegen der Begeisterung der alljährlichen Teilnehmer und zahlreichen Besucher.

Ganz neu ist die Arbeit für ­ihn nicht. Bereits in den Achtzigern, als Jochen von Bukowski Schüler und Student war, hat er auf dem Schoppenfest mitgeholfen – »zum Beispiel am Bierstand oder wo etwas zu organisieren war«, erzählt er. Seit dem Ende des Studiums war der Wirtschaftsprüfer immer gerne Gast.

Traditioneller Umzug
zum Festbeginn

Laut Jochen von Bukowski habe es schon vor anderthalb Jahren – sein Vater litt da unter gesundheitlichen Problem – Gespräche über die künftige Übernahme der Aufgaben gegeben. »Wir haben überlegt, ob es eine Option wäre«, erzählt er. Die 30. Schoppenfest-Ausgabe wollte Julius von Bukowski jedenfalls noch selbst realisieren. Nun kam der Wechsel früher als geplant.

»Am Anfang findet wieder der Festumzug statt«, kündigt Jochen von Bukowski an. »Darauf haben viele Leute großen Wert gelegt.« Teil der Parade werden auch wieder die Langenfelder Oldtimer Freunde sein. Ab Samstagmittag folgt dann wie gewohnt ein Showprogramm auf der Festbühne, am Abend spielt die Düsseldorfer Coverband »Silke zahlt«.

Auch Gäste aus der Weinpatenstadt Lorch am Rhein werden wieder mit von der Partie sein – und wie immer hübsche Weinmajestäten mitbringen. Ebenso die örtliche Kolpingskapelle, mit der der zweite Festtag beginnt. Insgesamt biete man »ein kinder- und familienfreundliches Programm«, so von Bukowski.

In jedem Fall will der neue »Mister Schoppenfest« frischen Wind in die traditionelle Veranstaltung bringen – und mit den Besuchern anstoßen.

 

ONLINE

Auf einer neueingerichteten Facebook-Seite gibt es aktuelle Infos zur Veranstaltung.

 

 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.