David Posor

Herzliche Einladung zum Schauen und Staunen

Von Feuerwehr-Historie bis Figurenkunst: Diese Ausstellung sind gerade in Langenfeld zu sehen

Langenfeld. Nicht nur ins Stadtmuseum und die Räume des Kunstvereins lohnt sich derzeit ein aufmerksamer Blick. Auch an anderen Orten im Stadtgebiet warten derzeit zahlreiche Exponate.

Eine Ausstellung zur Geschichte des Feuerwehrlöschzugs 1 findet man aktuell im Rathausfoyer. 125 Jahre wurden hier anhand vieler Bilder und Erklärungstexte auf Schauwände gebracht. Auch detailliert beschriebene Einsätze, an denen die Rettungsmannschaft beteiligt war, gehören dazu.

Ein Highlight stellt die Niederschrift der Gründungssitzung dar, die nach einer aufwändigen Restaurierung wieder lesbar ist. Nicht weniger interessant ist eine Darstellung der vier bisherigen Standorte des Löschzugs.

Zusammengestellt worden ist die Sammlung in mehrmonatiger Arbeit von Egbert John. Im Rathaus zu sehen sein wird sie mindestens noch bis zum 11. Dezember.

Models in Spanien-Optik


Die Arbeiterwohlfahrt hat sich einmal mehr dem Langenfelder Jahresmotto angenommen. Passend zu »Bienvenida España« präsentiert sie im Siegfried-Dißmann-Haus eine kreative Fotoausstellung. Der Titel: »AWO im Karton – das kommt mir spanisch vor«.

Für die Aktion hatten Marlene Cleven und Klaus Kase­lofsky einige Besucher der AWO ins Fotostudio eingeladen, um sie in besonderer Optik abzulichten. Auf den Ergebnissen sind die Laienmodels in typisch spanischen Kleidungsstücken und Accessoires zu sehen; das eine im weitschwingenden Rüschenkleid, das andere mit roter Rose im Haar. Fächer und Kastagnetten fehlen ebenso wenig wie Spitzenschleier.

Noch bis Weihnachten bleibt die Ausstellung an der Solinger Straße 103.

Bereichernde Schülerkunst

Jede Menge »KoperniKunst« gibt es mehr in der Stadtbibliothek zu bewundern. Erneut stellen hier die Schüler der Kopernikus-Realschule im Kunstunterricht entstandene Werke aus. Bibliotheksleiterin Martina Seuser freut sich über die regelmäßigen Ausstellungen der Jugendlichen: »Es sind immer neue Ideen und neue Techniken dabei, die die Bücherei bereichern.« Diesmal gehört »geklebte Kunst« dazu; die großen Tape-Art-Bilder fallen sofort ins Auge. Auch Porträts und perspektivische Darstellungen sowie Drahtfiguren zum Thema Freundschaft sind einen Besuch an der Hauptstraße 131 wert.

Füllige Frauen

Dralle Figuren in eleganten Posen charakterisieren das Werk von Bildhauerin Elke Tenderich-Veit. Im Kunstraum stellt die Langenfelder Künstlerin unter dem Titel »Arena« zahlreiche keramische Plastiken aus. Die 69-Jährige ist seit 23 Jahren Mitglied im Kunstverein und hat seither nicht nur hinter den Kulissen viel für die lokale Kunstszene getan. Unter anderem kreierte sie die Traditionspaar-Skulpturen, die seit Jahren auf dem Galerieplatz stehen.

Wesentlich abstrakter sind die Exponate der aktuellen Schau an der Hauptstraße 135. Ergänzt wird die Ausstellung durch erstmalig präsentierte Zeichnungen der Künstlerin. Der Kunstverein nennt das Werk von Elke Tenderich-Veit »vielfältig und beseelt von einer ernsthaften Reflektion über den Menschen und die Gesellschaft«. Gleichzeitig werde es begleitet von einer Portion Humor.

Theater in klein

Unter dem Titel »Wunderbare Bühnenwelten« zeigt das Stadtmuseum historische Papier- und Figurentheater. Die Exponate aus der Sammlung von Künstler Dirk Schmitt erzählen von einer Zeit im 19. Jahrhundert, in der sich die Menschen mehr und mehr fürs Theater begeisterten. Mit den kleinen Miniaturbühnen, die als Spielzeug aus Ausschneidebögen gefertigt wurden, holte man es sich in die eigenen vier Wände. So konnte man mit detailgetreu gezeichneten Bühnenbildern Stücke wie »Hänsel und Gretel«, »Wallenstein« oder Goethes »Faust« nachspielen. Heute sind Papiertheater begehrte Sammlerobjekte, für die stattliche Summen gezahlt werden.

In der Ausstellung sind circa 30 Theaterchen namhafter deutscher und internationaler Hersteller zu sehen. Auch Schattentheater, Spielfiguren und Marionetten sowie künstlerische Interpretationen des Themas von Dirk Schmitt sind integriert. Die nächste öffentliche Führung findet am Sonntag um 15 Uhr statt.

Mutmach-Bilder

Eine Ausstellung der völlig anderen Art findet man am Konrad-Adenauer-Platz: Kinder und Jugendliche, die sexuelle Übergriffe erlebt haben, sollen durch Fotos in den Fenstern des Eiscafés Simonetti dazu ermutigt werden, ihr Schweigen zu ­brechen. Initiator ist der Verein Sag's e.V.

 

 

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