David Posor 1 Kommentar

Haustier-App made in Langenfeld

Vermittlungshilfe und Giftköder-Radar: Paar entwickelt kostenlose Smartphone-Anwendung

Langenfeld. (DP). Sie soll das Gassigehen ein Stück weit sicherer machen: Seit dem 1. November ist eine App von Chris und Karla Greendyk erhältlich, in der die Nutzer Funde von Giftködern melden können. Hauptfunktion der Applikation ist aber die Tiervermittlung.

Seit Chris Greendyk (28) seinen Hund Rocky aus Amerika mit nach Langenfeld brachte, stehen täglich Spaziergänge durch Reusrath an. Auch Gattin Karla (29) ist gerne mit von der Partie, wenn es durch die Insektensiedlung sowie nahegelegene Wiesen und Wälder geht. Wie bei vielen Herrchen und Frauchen ist die Sorge, dass der eigene Vierbeiner dabei von Tierhassern ausgelegte Gifthäppchen aufschnappen könnte, ständiger Begleiter.

So verfolgt das Paar schon seit längerem das Geschehen in entsprechenden Hundehalter-Gruppen auf Facebook. Hier tauschen sich Tierfreunde aus und warnen sich unter anderem auch gegenseitig vor eventuellen Gefahren. »Uns sind dabei ein paar Missstände aufgefallen«, berichtet Karla Greendyk, die in erster Linie den Mechanismus in dem sozialen Netzwerk kritisiert. So würden die Beiträge in kürzester Zeit in Vergessenheit geraten, da sie zu schnell von aktuelleren Postings verdrängt werden.

Gemeinsames Projekt »Baltoo«

Weil es eine bessere Lösung anbieten wollte, hat das junge Paar kurzerhand eine eigene Smartphone-Anwendung an­ den Start gebracht. Chris Greendyk, seines Zeichens App-Entwickler, kümmerte sich um die Programmierung. Seine Frau, Krankenschwester mit kreativer Ader, steuerte das Design bei. Herausgekommen ist die App »Baltoo«, die dem Nutzer unter anderem eine Karte seiner Umgebung samt Giftköder-Meldungen anzeigt.

Vermittlung und Vermisstenmeldungen

Noch wichtiger war den Greendyks jedoch, dass herrenlose Tiere ein neues Zuhause finden. So beinhaltet die App eine Galerie mit Schützlingen aus Tierheimen oder Pflegestellen. Für jedes Tier legt der Nutzer ein eigenes Profil mit den wichtigsten Infos wie Alter und anfallende Schutzgebühr an. »Wir haben dabei eine Grenze von 350 Euro festgelegt«, betont Chris Greendyk, »weil über die App keine Hunde verkauft werden sollen.«

Eine weitere Funktion von Baltoo sind Vermisstenmeldungen. Macht sich das eigene Haustier aus dem Staub, können die Halter es samt Foto auf einer weiteren Karte hinzufügen. »So erreicht man direkt alle Menschen in der Umgebung, die die App haben«, erläutert Karla Greendyk. Wie auch beim Giftköder-Radar sind Push-Benachrichtigungen möglich.

»Mit der App wollten wir etwas schaffen, über das man sich ein Netzwerk aufbauen kann«, erklären die Greendyks. Je mehr Menschen das kostenlose Angebot nutzen, desto effektiver dürfte dies gelingen.

Übrigens kann man bestimmte Funktionen von Baltoo auch über ein verknüpftes Webportal im Browser am heimischen Rechner nutzen: www.baltoo.net.

 

ÜBER BALTOO

Die Finanzierung läuft über einen Hauptsponsor sowie über Händler, die sich in einem separaten Bereich der App präsentieren. Hier kann der Nutzer unter anderem auch spezielle Rabattcodes erhalten. Für den Betrieb der Applikation hat Chris Greendyk das Start-up Ipifani SOFT UG gegründet. Bei der Benennung haben sich die Macher von einem berühmten Schlittenhund namens Balto inspirieren lassen.

 

 

Artikel kommentieren

Kommentar von Danni Kleinjung
Habe sie mir vor einiger zeit runter geladen es ist eine wirklich gute app und dabei noch kostenlos.

Macht weiter so