dp

»Bin ein abstrakt-poetischer Künstler«

Kunstverein Langenfeld zeigt »Heimatgemälde« von Lorenzo Valverde

Langenfeld. (dp). Bilder des Spaniers zieren derzeit die Räume an der Hauptstraße 135. Die Ausstellung des in Barcelona geborenen Künstlers findet im Rahmen des Langenfelder Jahresprojekts »Bienvenida España« statt und trägt den Titel »Residential - Paintings -«.

Lorenzo Valverde lebt seit den 1990er Jahren in Köln und ist dem Langenfelder Kunstverein seit langem verbunden. 1993 beteiligte er sich hier erstmals an einer internationalen Ausstellung. Ebenso international zeigte sich das Publikum bei der Vernissage Ende September.

»Residential« bedeutet Heimat. In den ausgestellten Werken reflektiert der Künstler die aktuellen Themen Flucht und Asyl – Probleme, die auch in seiner Heimat zu spüren sind. In Valverdes Bildern spiegeln sich die Elemente Widerstand, Protest und Identität wieder. Dass der Künstler dabei auf Grenzen und Zäune verweist, die zugleich innere Grenzen darstellen, machte Kunsthistorikerin Marina Gallastegui bei ihrer Eröffnungspräsentation deutlich. Lorenzo Valverde zeige das Schöne und Schreckliche, biete aber auch den Blick auf das alltägliche Leben.

»Ich bin in erster Linie ein abstrakt-poetischer Künstler« antwortet der Künstler auf die Frage, wo er sich selbst positioniere. »Ich versuche meine Gemälde so zu entwerfen, dass sie dem Betrachter als unvollendet erscheinen, als wäre das Auge von einem Teil des Bildes beraubt worden.« Sein Stil macht die Werke in besonderer Weise spannend, denn es bleibt ausreichend Platz für Gedanken und Fantasie des Betrachters.
 
Für Besucher geöffnet ist die Ausstellung noch bis zum 5. November immer dienstags, freitags und samstags von 10 bis 13 Uhr, donnerstags von 15 bis 20 Uhr und sonntags von 15 bis 18 Uhr.

 

 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.