AK

Mystische Geschichte als Buch und Bild

Ausstellung von Yvonne van Acht im Kunstraum

Hilden. (AK). Yvonne van Acht, Absolventin der Kunstakademie Maastricht und der Freien Akademie der Bildenden Künste Essen, beherrscht die Kunst des Malens und des Schreibens gleichermaßen. Beides verbindet sie durch ihr Fantasy-Debüt »Die Hüter des Siebensterns« mit einer gleichnamigen Ausstellung im Kunstraum des Gewerbeparks-Süd, die am Sonntag eröffnet wird.

An seinem 16. Geburtstag erhält Jonas Singer von seinem Vater die alten Notizbücher seiner verstorbenen Mutter. Ihre mysteriösen Aufzeichnungen führen ihn zu einem Jahrtausende alten Geheimbund, der sich »Die Hüter des Siebensterns« nennt. Dessen Anhänger weihen ihn in die phantastische Welt der Seelen, die »Anders-Welt« und ihre Mysterien ein. Langsam begreift er, dass er eine uralte Seele ist, die wiedergeboren wurde, um eine besondere Aufgabe zu lösen. Denn auf seiner Familie lastet ein dunkles Geheimnis, das sein Leben überschattet und unweigerlich bestimmen wird. Diese mystische Entwicklung über das innere Werden eines jungen Helden vom »Ich« zum wahren »Selbst« hat die Autorin Yvonne van Acht auf rund 80 Zeichnungen und Gemälde übertragen.

Und während sich Jonas auf den Weg zu dem wahren Grund seines Seins und seiner Aufgaben macht, beginnt der Leser der »Siebenstern«-Trilogie und der Betrachter der Werke, sein eigenes Leben zu reflektieren und nach seinem eigenen Lebensauftrag zu forschen. »Es sind Momente, die immer wieder kommen: Nehme ich die Gelegenheit wahr oder nicht? Wie kann ich mich verwirklichen?«, erklärt die 40-Jährige ihre Motivation zu diesem Projekt.

Dabei greift sie auf klassische Motive des Mittelalters, der Renaissance und der chinesischen Alchemie zurück: »Der Siebenstern steht als Symbol für die Verwandlung von unreinem Metall in Gold«, sagt van Acht Und so ergeht es auch jedem Menschen einmal: Er muss Freude und Schatten, Gut und Böse in die Balance bringen, dabei kämpfen und mal scheitern und so den Weg zur eigenen Mitte finden, um die Erkenntnis und Vervollständigung des Lebens zu finden. »Das hat nichts mit Esoterik zu tun«, betont der Ausstellungs-Kurator Dirk Geuer. »Das Buch hilft vielen Menschen, sich selbst zu finden.« Und die »Heldenreise« wird durch die Ausstellung zusätzlich visualisiert.

Die Werke können bis zum 22. November zu folgenden Öffnungszeiten besichtigt werden: dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, samstags, sonntags (auch am 1. November) von 11 bis 16 Uhr. Ein barrierefreier Zugang ist möglich.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.