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Laserbehandlung ist besonders schonend

Hilden. Informationen und guter Rat von Capio MVZ-Experte Alexander Mirkin zum Thema Hämorrhoiden

Ein heikles Thema, weil unterhalb der Gürtellinie angesiedelt, und doch ein häufiges Problem stand bei unserer Telefonaktion mit Alexander Mirkin vom Capio MVZ in Hilden an: Hämorrhoiden betreffen fast 50 Prozent der über 30-Jährigen.

Am Telefon kommen die Betroffenen bei der Wochenpost-Telefonaktion aus dem Capio MVZ (Medizinischen Versorgungszentrum) meist schnell auf den Punkt: Es juckt und brennt am After, manchmal ist nach dem Stuhlgang etwas Blut am Toilettenpapier. »Natürlich muss ich den Patienten untersuchen, um sicher zu sein«, sagt Alexander Mirkin, »Aber oft sind das die ersten fühlbaren Zeichen von Hämorrhoiden.«

Praktische Hilfe im Anfangsstadium

Im Anfangsstadium helfen noch Zäpfen und Salben, diese lassen die Blutpolster abschwellen und lindern auch die Schmerzen. »Wichtig ist jetzt für weicheren Stuhl zu sorgen. Viel Trinken ist das Wesentliche«, rät Mirkin. Auch eine Verödung  durch Einspritzung von Medikamenten ist in diesem Stadium sinnvoll: drei bis vier Mal im Abstand von jeweils ein paar Wochen sollte diese Behandlung erfolgen. Sie ist schmerzlos und wirkt meist über Jahre, bestätigt der Fachmann: „Ein so frühzeitiger Eingriff ist deutlich schonender, als ein Operation, die später wahrscheinlich erfolgen muss.«

Laserbehandlung ist besonders schonend

Ist die Erkrankung weiter fortgeschritten wird sie operativ behandelt. Per Laser oder als Eingriff mit dem Skalpell rückt der Chirurg dem Problem zu Leibe. Alexander Mirkin erklärt die Behandlungsmethoden: »Beides wird in Vollnarkose ausgeführt. Der Laser verschweißt quasi das Blutgefäß, dieser Eingriff ist besonders schonend. Wenn diese Behandlung wegen einer fortgeschrittenen Erkrankung nicht mehr möglich ist, legen wir operativ sozusagen einen Abnäher in die Darmwand, der das betroffene Blutgefäß verschließt.«

Wenn operiert werden muss

Wenn auch das nicht mehr möglich ist, wird das Gefäßpolster herausgeschnitten.
»Das ist im fortgeschrittenen Stadium die einzigen Möglichkeit, sie wirkt allerdings auch auf lange Sicht«, sagt Alexander Mirkin.
Verödungen führt er im Capio MVZ ambulant durch, zur Operation werden die Patienten aber stationär aufgenommen: »Bei einem Voruntersuchungstermin findet auch ein Gespräch mit dem Narkosearzt statt. Die Patienten kommen dann am OP-Tag morgens nüchtern in die Klinik, werden operiert und können in der Regel nach zwei Tagen schon wieder nach Hause. Rund 30 Minuten dauert der Eingriff«, berichtet Mirkin. »Eine Kontrolluntersuchung mache ich eine Woche später.« Damit erhält der Patient die gesamte Behandlung aus einer Hand.
Und wie fühlt sich der Patient danach? Alexander Mirkin: »Für Patienten in diesem Stadium steht die Erleichterung an erster Stelle. Der Stuhlgang macht schon noch eine Weile Probleme: es brennt und kann auch noch ein paar Wochen bluten. Dagegen hilft vor allem konsequente Hautpflege: Ausduschen zweimal am Tag und nach jedem Stuhlgang. Gut trocknen und eincremen mit einer Wund- und Heilsalbe. Wirklich unangenehm ist es in der ersten Woche, danach geht es aufwärts. Auch in dieser Zeit hilft es, den Stuhlgang weich zu halten, also viel zu Trinken (zwei bis drei Liter am Tag).«
Sitzhilfen, wie die früher wohlbekannten Gummireifen, empfiehlt der Facharzt nicht: Besser wäre es, auf einer harten Unterlage zu sitzen: »Die drückt alles nach innen, das ist sinnvoll und wird von den Patienten auch als angenehm empfunden.«
Mögliche Komplikationen wie Nachblutungen oder Schließmuskelverletzungen kommen nur sehr selten vor.

Im Capio MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum an der Capio Klinik im Park  in Hilden) werden sowohl Privat- als auch Kassenpatienten behandelt. Termine (auch ohne Überweisung vom Hausarzt) können unter der Telefonnummer 02103/896-0 vereinbart werden.

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