Volker Budinger

35 Jahre im Einsatz für den Naturschutz

Die Ortsgruppe Hilden des BUND feiert einen besonderen Geburtstag und blickt in die Zukunft

Hilden. Im März jährt sich die Gründung der Ortsgruppe Hilden des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) zum 35. Mal. Das soll entsprechend gefeiert werden.

Von Volker Budinger

Man schrieb den 15. März 1983, als der Geist der damals noch jungen Umweltbewegung auch ein Samenkorn in Hilden pflanzte. Der Initiator Hajo Kobialka traf sich mit zehn jungen Mitstreitern, um die Ortsgruppe Hilden des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) aus der Taufe zu heben. »Ich war damals noch nicht dabei«, sagt Dieter Donner, der gemeinsam mit Claudia Roth als Sprecher heute die Gruppe leitet. Aber 30 Jahre sind es nun auch schon bei ihm.

Mittlerweile sind es 225 Mitglieder, die sich im BUND in der Itterstadt für die Belange des Naturschutzes einsetzen. »Zu den Arbeitseinsätzen etwa in der Hildener Heide oder auf den Obstwiesen kommen davon auch immer so um die 25 Leute«, sagt Donner. Und auch bei den monatlichen Treffen jeden ersten Dienstag im Monat im Bürgerhaus kommen nicht alle Mitglieder. »Viele unterstützen die Arbeit nur zu einzelnen Terminen oder auch passiv durch ihre Mitgliedsbeiträge«, erklärt der Sprecher.

Zur Jahreshauptversammlung, die wahrscheinlich am 22. oder 27. März stattfinden soll, kommen aber wahrscheinlich diesmal besonders viele ins Bürgerhaus. »Wir wollen dann unseren Geburtstag richtig feiern«, sagt Donner. Dann wird auch Bürgermeisterin Birgit Alkenings eingeladen und die Vertreter aus Politik und Verwaltung. Und natürlich seien auch alle, die sonst kommen wollen, herzlich eingeladen, sagt Donner.  »Das ist natürlich eine offene Veranstaltung für die Öffentlichkeit«, meint er. Noch aber müsse der Termin genau auch mit der Stadt abgestimmt werden.

Natürlich werde es dann auch um die Vergangenheit gehen, etwa mit dem immer noch schwelenden Thema CO-Pipeline, gegen deren Bau sich auch die Hildener BUND-Gruppe vehement zur Wehr setzte. Oder der - dann zum Schluss doch vergebliche  - Kampf gegen die Bebauung der Giesenheide. »Das haben wir dann ja leider nicht verhindern können«, sagt Donner.

Ein Erfolg dagegen sei Anfang der 90er-Jahre die Arbeit gegen ein damals geplantes Thermalbad auf dem Gelände bei Haus Horst am Hildener Stadtrand gewesen. »Da hat dann der Investor letzlich aufgegeben und heute sind da die Obstwiesen unserer Ortsgruppe«, sagt der Sprecher.

Ansonsten hat sich der BUND in Hilden aber einiges vorgenommen, um im Jubiläumsjahr auch in die Zukunft zu blicken. »Wir wollen eine Bestandaufnahme machen, was in Hilden besonders gut ist und was nicht so gut läuft«, sagt Donner. So wolle man zusammenstellen, wie viele Gärten es gebe, die grün seien und viel Nahrungspflanzen für Insekten böten - und wie viele mittlerweile eher Steinwüsten  glichen mit Beton und Kieseln. »Gemeinsam mit der  Stadt wollen wir dann auch ein Konzept entwickeln, wie man die Freiflächen mit blühenden Pflanzen besiedeln kann, statt mit gemähtem Gras«, sagt er.

So wolle man etwas gegen das sich ausbreitende Insektensterben unternehmen. »Vielleicht machen wir auch Aktionen, bei denen wir Samentütchen an die Bürger verteilen«, sagt er. Ebenso die bauliche Verdichtung, durch die immer mehr Grünflächen  in der Stadt verschwänden, sei ein Thema, gegen das man aktiv werden wolle, sagt Donner.

Außerdem will man den »Itterhecht«, die Vereinszeitschrift der Ortsgruppe, mit neuem Leben füllen und sie gedruckt und digital neu herausbringen.

Wer Lust hat, sich auch beim BUND für den Umweltschutz zu engagieren, kann ganz unverbindlich beim nächsten Monats-Treffen am 7. März um 19 Uhr im Bürgerhaus,  Mittelstraße 40, Raum 34, vorbeikommen. Oder er kontaktiert Dieter Donner per Email unter dieter.donner@bund.net.

Weitere Informationen gibt es auch im Internet.

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