BL

Schuhgröße »41-42« wurde zum Arbeitstitel

Café im Dorf zeigt Fotografien des begnadeten Pressefotografen Olaf Staschik

Haan. /Hilden (BL). Er dürfte der bekannteste und langjährigste lokale Medienvertreter in der Gartenstadt sein, der nicht nur bei den Kollegen für seine Art zu Fotografieren ein hohes Ansehen genießt: Der Bildjournalist und Industriefotograf Olaf Staschik besticht durch seine respektvolle und zuvorkommende Art, mit der er seinem Umfeld begegnet.

Und genau diesen feinfühligen Stil findet man auch in seinen Bildern wieder. Eine Auswahl an Fotos aus Olaf Staschiks großen privaten Fundus, die nichts mit seiner täglichen Pressearbeit zu tun haben, können Interessierte aktuell in dem Caféhaus in Gruiten-Dorf erkunden. Dort konnte man dem Künstler vor gut einer Woche beim Aufhängen seiner gerahmten Werke begegnen. Dabei sei auch der Arbeitstitel der Ausstellung »41-42« entstanden, erklärte Olaf Staschik vor Ort. Denn das Gros seiner ingesamt 17 ausgestellten Bilder zeigt das Schuhwerk des Fotografen. Eine der ersten Betrachterinnen vor Ort tippte in Bezug auf seine Schuhgröße auf 41-42 - und gab damit den Anstoß für den Titel. Der Fokus liegt bei den Bildern aber eher auf dem Untergrund, auf denen die Füße des Künstlers verharren. Mal ist es ein Ölfleck, mal eine alte Holztreppe und dann wieder eine Blumenwiese. Auf die Frage, wie viele Paar Treter der Fotograf besitzt, antwortete er bescheiden lächelnd: »Vier!« Im Laufe des Gespräches revidierte sich die Zahl jedoch leicht nach oben.

Fünf Jahre Anlaufzeit

Clemens Hölter, dessen Frau Gaby das Café führt, hatte den Künstler bereits vor fünf Jahren auf eine Ausstellung angesprochen: »Dabei war von Anfang an klar, es würde keine Ausstellung mit lokalen journalistischen Themen werden«, erläuterte Olaf Staschik, wenngleich dies Clemens Hölters ursprünglicher Wunsch gewesen sei. Seine Frau Gaby setzt bei der Auswahl ihrer Wechselausstellungen auf heimische und ortsnahe Künstler: »Die Besucher haben hier die Möglichkeit, in Kontakt zu den Kreativen zu treten.«

Dass Olaf Staschik sein Handwerk beherrscht, belegt nicht nur seine Vita, sondern auch seine vorherigen Präsentationen. Zu gut erinnert sich der 56-Jährige an seine erste Ausstellung 1993, für die er unterschiedliche Religionen verglichen hat. Seine Studienzeit (visuelle Kommunikation) in Dortmund unter Professor Ulrich Mack hätte ihn maßgeblich geprägt, schwärmt der gebürtige Brühler noch heute. 

Bis zur Finissage

Die Ausstellung »41-42« ist noch bis Anfang April zu sehen. Die einzelnen Bilder, darunter drei Panoramabilder, die wie ein Blickwechsel vom Boden gen Himmel gerichtet sind, können auch käuflich erworben werden. Wer den beliebten Fotografen vor Ort treffen möchte, hat spätestens am Freitag, 7. April, Gelegenheit dazu. Denn still und leise wie die Vernissage soll auch die Finissage ablaufen. 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.