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Pinker Werbebus parkt auf Neuem Markt

Berater informieren Bürger über Ausbau und Empfang des Datenturbo-Netzes

Haan. (BL). Glasfaser und VDSL sind Begriffe, die die Herzen der Internetnutzer höher schlagen lassen. Letztendlich stehen beide Begriffe für eins: Schnelle Datenströme. Der Ausbau der Glasfasernetze schreitet nicht nur bundesweit voran, sondern ist auch in Haan nahezu flächendeckend durch die Telekom erfolgt.

2014 hatte Gruiten auf Grund seiner Vorwahl (02104) den Vorzug, seit April 2016 wurde im kompletten Haaner Gebiet (02129) das Glasfasernetz in den Straßen ausgebaut: »Es gibt zwei, drei Bereiche, wo es noch technische Probleme gibt«, erklärt Klemens Kisters von der Telekom. Aber auch die sollen spätestens in vier Wochen behoben sein, so der Fachmann. 

Wie wir in der WOCHENPOST bereits berichtet haben, hat das Telekommunikations-Unternehmen das Glasfasernetz nicht bis in die Haushalte verlegt, die Leitungen enden an den Multifunktionsgehäusen am Straßenrand. In den großen grauen Kästen, die allesamt umgerüstet wurden, werden die Daten nach wie vor auf das bestehende Kupferkabel übertragen, das wie gehabt in die Wohnung des Internetnutzers führt. Auf dieser letzten Wegstrecke macht eine Technologie namens Vectoring den Daten richtig Beine. Bisher verloren die Daten auf dem Kupferkabel durch elektromagnetische Störungen Meter für Meter an Geschwindigkeit. Dank der aktuellen Vectoring-Technik soll sich die Geschwindigkeit beim Herunterladen von bisher maximal 50 auf 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) verdoppeln. Beim Heraufladen vervierfacht sich die Geschwindigkeit sogar auf bis zu 40 MBit/s. Und damit ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. »Es wird voraussichtlich Ende 2017 die Super-Vectoring-Technik geben, die im Download 250 MBit/s und im Upload 50 MBit/s möglich macht«, beschreibt Klemens Kisters und ergänzt. »Die wird dann auch in Haan über ein Software-Update erhältlich sein.«

Das ist zu tun

Was der Endverbraucher tun muss, damit das hohe Datenvolumen und die Bandbreite für ihn funktionstüchtig werden, dafür stehen noch bis zum 22. April täglich (montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr) Berater am und im Telekom-Bus den Bürgern Rede und Antwort. Um das Daten-Turbo voll ausschöpfen zu können, benötigen die Anwender auf jeden Fall einen Vectoring-fähigen Router, den sie gegebenenfalls auch von ihrem bisherigen Provider mieten können, wenn der Anbieter entsprechende Kapazitäten bei der Telekom eingekauft hat. Denn: »Das Netz wurde diskriminierungsfrei ausgebaut«, unterstreicht Klemens Kisters und ergänzt: »Wichtig ist, die Kunden müssen ihre Anbieter - auch uns - kontaktieren.« Die Umstellung erfolgt nicht automatisch. Auch wer lediglich seinen bestehenden Vertrag auf das neue Netz übertragen möchte, brauche »keine Kostenfalle« befürchten, so Klemens Kisters. Davon kann man sich im Vorfeld über die Seite telekom.de/schneller für seinen eigenen Anschluss überzeugen.

 

 

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