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Lucio Dröttboom hat Lust auf Politik bekommen

Vorsitzender vom Jugendparlament zieht kurz vor Ablauf seiner Amtszeit Bilanz

Haan. (BL). 2013 wurde das Jugendparlament (JuPa) in der Gartenstadt wiederbelebt. Lucio Dröttboom (18) hat seitdem beide Wahlperioden im JuPa mitgearbeitet, die letzten beiden Jahre als Vorsitzender. In Kürze folgt die Neuwahl. Vorab hat der Gymnasiast für die WOCHENPOST ein Fazit gezogen.

Lucio Dröttboom wird sein Amt im Dezember an seinen Nachfolger übergeben und hofft im Hinblick auf die Neuwahl auf zwei Dinge: »Dass sich viele jugendliche Anwärter für eine Mitarbeit im JuPa bewerben und das es eine hohe Wahlbeteiligung gibt.« Die Zahl der wahlberechtigten Schülerinnen und Schüler (12 bis 17 Jahre) schätzt Lucio auf 2.300.

Ihn persönlich hat die politische Arbeit fasziniert. Sogar so sehr, dass Lucio sich später einmal vorstellen kann, Landes- oder Bundespolitiker zu werden. Allerdings möchte er erstmal einen Beruf erlernen: »Ich möchte Psychologe oder Psychotherapeut werden, hauptsächlich für Kinder und Jugendliche«, schildert der 18-Jährige und unterstreicht: »Die Kinder- und Jugendzeit ist eine der wichtigsten, darauf baut das restliche Leben auf.« Politisch will er derweil kleinere Brötchen backen und sich erstmal einem Ortsverband anschließen. Welche Fraktion steht noch in den Sternen. Bei erfolgreichen Vorbildern wie der Haaner Bürgermeisterin Dr. Bettina Warnecke oder ihrem Monheimer Amtskollegen Daniel Zimmermann will sich Lucio im Gespräch Ratschläge holen. So auch beim ehemaligen Vizepräsidenten des Landtags, Dr. Gerhard Papke (FDP), dem Lucio bereits während eines Projektes zur Seite stehen durfte.

Gemeinsam etwas bewegt

Das JuPa hat in seiner zurückliegenden Amtszeit einiges geleistet und damit ist das Gremium seinem Wunsch, mehr Öffentlichkeit zu erzeugen, einen großen Schritt näher gekommen. Einiges haben die Youngsters in die richtige Bahn gelenkt. Die Verschönerungsaktion der grauen Telekom-Kästen nimmt langsam Fahrt auf: Das DRK, eine Privatperson und eine Kita wollen dabei mitwirken. Außerdem haben die jungen Haaner bei einem Dreck-weg-Spaziergang im Schillerpark gezeigt, dass ihnen die Gartenstadt am Herzen liegt. Eine weitere Aufräumaktion soll kurzfristig noch stattfinden. Das JuPa hat gemeinsam mit dem Seniorennetz »Wir sind Haan« eine Patenschaft für den fest installierten Schachtisch auf dem Neuen Markt übernommen. Einige JuPa-Mitwirkende haben die Umsetzung des Jugendcafés aktiv begleitet und tun es auch heute noch. Sie haben sich beim Thema Jugendtreff im Haaner Bachtal mit den besorgten Anwohnern auseinandergesetzt. Sie haben ein Sitzungsgeld für ihr Gremium durchgesetzt. Und sie protokollieren gerade die Radwege, besonders die Schulradwege. 

 

DA IST VIEL MEHR MUSIK DRIN

Zwölf Abgeordnete sind im JuPa vertreten. »Sieben könnten weitermachen«, so Lucio. Trotz der eingestielten Projekte seien auch ein paar Dinge auf der Strecke geblieben: »Der öffentliche Kicker hat noch Beratungsbedarf. Beim Thema Neugestaltung der Homepage hat es gehakt. Und auch bei der Innenstadtgestaltung sollten sich unsere Nachfolger mit einbringen: Immer wieder auftretende Leerstände bei den Geschäften und Lücken in puncto Aufenthaltsqualität sorgen für eine leere Stadt.«

 

 

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