Nicole Marschall

Kreativität muss bis Feierabend warten

Der Erkrather Künstler Volker Rapp war 2016 sehr aktiv

Erkrath. (NM) Volker Rapp ist Umwelttechniker und technischer Betriebswirt. In einem großen Konzern in Monheim ist er für die Einhaltung des Europäischen Chemikaliengesetzes zuständig. Kreativität ist da Fehlanzeige! Die muss bis zum Feierabend warten. Dann kann er ihr freien Lauf lassen:

Kunst und Musik füllen somit letztlich die gesamte Freizeit des 52-jährigen Erkrathers und sind mehr als nur ein Ausgleich für seinen doch sehr trockenen Beruf. Denn beides spielte schon von Jugend an eine wichtige Rolle in Rapps Leben. »Eigentlich habe ich klassische Gitarre gelernt und mit neun Jahren ein Akkordeon bekommen«, lacht er. Eine eigene Orgel blieb lange Zeit Wunschtraum; stattdessen musste er sich mit Vaters Mandoline begnügen – bis er sich schließlich selbst seinen ersten Synthesizer und eine E-Gitarre kaufen konnte.

Von Klangcollagen zum Electro

Mit der E-Gitarre begleitete er Anfang der 80er Jahre zahlreiche Bands und mit dem Synthi begann er, seine eigene elektronische Musik zu machen (nachdem er bereits in den 70ern mit Tonbandaufnahmen von Klangcollagen experimentiert hatte) und sich Auftritte in mitunter ungewöhnlichen Räumen – wie beispielsweise der Wuppertaler Schwebebahn – zu organisieren. Große Vorbilder für seine Musik waren von jeher Jean-Michel Jarre und Kraftwerk. »Mit den Jungs bin ich groß geworden«, so Rapp. Umso größer war die Ehre, als er Anfang diesen Jahres im Düsseldorfer Studio Elektro Müller, dem ehemaligen Kraftwerk-Studio, selbst ein Konzert geben durfte. »Das Risiko, diesen heiligen Raum zu entweihen, war groß«, schmunzelt er. Auch mit einzelnen Kraftwerk-Musikern bestehen inzwischen Kontakte. Für Eberhard Kranemann beispielsweise darf Volker Rapp heute Videos drehen.

Dass er auch das kann, hat er im Sommer beim Video-Wettbewerb anlässlich der 70-Jahr-Feier Nordrhein-Westfalens bewiesen. Sein 77 Sekunden dauerndes Video war einer von sechs Beiträgen, die im Gesamtvideo zu sehen sind. Und mit der Hand, die dort immer wieder vorkommt und die von ihm aufgenommenen Orte in NRW berührt, ist dieser vielen Betrachtern besonders im Gedächtnis geblieben.

Projekte mit Prima Neanderthal!
Schaut man auf die vergangenen zwölf Monate zurück, wundert man sich, wo Rapp die Zeit für seine Muse – und vor allem die gesamte Organisation drumherum – her nimmt. Mit seiner Prima-Neanderthal!-Künstlerkollegin Katy Schnee hat er mehrere Aktionen gestemmt: Im Leichlinger Sinneswald wurde ein Farbcode an Bäumen und in Mettmann vor der Fachhochschule der Wirtschaft der »Transit Neanderthalensis« realisiert, ein Werk, das die Schritte der menschlichen Evolution auf einem Zebrastreifen darstellt. Zum Jubiläum der Stadt Erkrath hüllten sie in Hochdahl 50 Bäume in Goldfolie, am internationalen Kunstwettbewerb »Bewegter Wind« duften die beiden mit ihren »Gold-Segeln« teilnehmen und in Kunstpark Odonien des Kölner Künstlers Odo Rumpf zwei ihrer QR-Code-Figuren ausstellen. Außerdem haben Schnee und Rapp ihren selbst kreierten Likör Düsselwasser eine ganze Saison lang auf dem Düsseldorfer Fischmarkt fleißig unter die Leute gebracht.

Sehenswerte Ergebnisse von Fotoreisen

Auch seine Fotos konnte der in Wuppertal geborene Künstler dieses Jahr vielfach zeigen. Die Quote, bei jurierten Ausstellungen angenommen zu werden, sei recht gut gewesen, sagt er. Bilder aus der Wüstenstadt Palmyra wurden in der Ausstellung »Lost Places« in Bochum gezeigt, Bilder aus Chile bei der Kunstausstellung des Kreises Mettmann. Ganz frisch ist Rapp mit einem großen Schwung Fotos und Videos aus Kuba zurück und im kommenden Jahr wird er voraussichtlich gemeinsam mit dem Kreis Mettmann ein Fotoprojekt für einen weiteren Neanderland-Kalender angehen.

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Viel Arbeit für die Erkrather Feuerwehr

Erkrath. Erkrath (ots/op). Aufgrund der amtlichen Unwetterwarnung vor dem Sturmtief Friederike hatte die Feuerwehr Erkrath umfangreiche Vorplanungen getroffen. Bereits um 6 Uhr wurde der Führungsstab der Feuerwehr Erkrath als örtliche Einsatzleitung besetzt und die Einsatzübernahme der Einsatzdisposition von der Kreisleitstelle technisch eingerichtet. Noch bevor die ersten Sturmausläufer das Erkrather Stadtgebiet erreichten, mussten die Kräfte der hauptamtlichen Wache um 7.51 Uhr mit dem Alarmstichwort »Verkehrsunfall Autobahn - Person eingeklemmt« auf die BAB 3 in Fahrtrichtung Oberhausen ausrücken. Bei dem Verkehrsunfall waren zwei Fahrzeuge beteiligt. Ein Fahrzeug hatte sich überschlagen. Glücklicherweise war keine Person im Fahrzeug eingeklemmt. Drei verletzte Personen wurden durch zwei Rettungswagen der Feuerwehr Erkrath und einem Rettungswagen der Feuerwehr Hilden in Krankenhäuser eingeliefert. Um 9.42 Uhr wurden die Einsatzkräfte der hauptamtlichen Wache zum ersten Sturmeinsatz auf die Beckhauser Straße alarmiert. Dort musste ein umgestürzter Baum von der Fahrbahn entfernt werden. Um kurz vor 11 Uhr spitzte sich die Lage zu und fast im Minutentakt kam es zu Einsatzmeldungen. Aus diesem Grund wurde um 11.10 Uhr die Alarmierung aller Erkrather Löschzüge veranlasst. Bis um 14.45 Uhr waren 47 Einsatzstellen gemeldet die mit insgesamt 56 Einsatzkräften der Feuerwehr sowie der Unterstützung der Mitarbeiter/-innen des Tiefbauamtes nach vorheriger Priorisierung abgearbeitet wurden. Eine dramatische Meldung erhielt die Feuerwehr Erkrath um 11.58 Uhr. Der Meldende gab an, dass auf der Isarstraße ein Haus von einem Baum getroffen worden wäre und dieses teilweise zum Einsturz gebracht hätte. Zwei Personen sollten im Haus verschüttet sein. Nach nur wenigen Minuten trafen die Einsatzkräfte an der Einsatzstelle ein und konnten glücklicherweise Entwarnung geben. Es war zu keinem Gebäudeeinsturz gekommen und die Bewohner waren unverletzt. Auch am Heiderweg stürzte ein Baum auf ein Haus. Dieser Einsatz wurde zunächst zurückgestellt, da dort aufwändig mit einem Hubrettungsgerät über einen längeren Zeitraum gearbeitet werden muss. Der gemeldete Sturz eines Baumes auf ein Haus an der Bismarckstraße bestätigte sich glücklicherweise nicht. Der Baum war parallel zum Haus gefallen. An der Kirchstraße, an der Bongardstraße, an der Neanderstraße sowie an der Beethovenstraße beschädigten umgestürzte Bäume mehrere PKW und LKW. Über die Drehleiter musste Einsatzkräfte an der Schildsheider Straße im 5. Obergeschoss an einem Balkon eine Verkleidung entfernen, die sich durch den Wind gelöst hatte. Um Bäume von der Straße zu entfernen war es notwendig den Hubbelrather Weg sowie die Kreuzstraße als Hauptverkehrsstraßen zeitweise voll zu sperren. Um die Gefahrenbäume an der Kreuzstraße zu entfernen unterstützen die Haaner Kollegen mit ihrem Hubrettungsfahrzeug um die Straßensperrung schnellstmöglich beheben zu können, da die Erkrather Drehleiter in anderen Einsätzen gebunden war. Die Einsatzstellen beschränkten sich auf die Stadtteile Alt-Erkrath und Hochdahl. Nach den aktuellen Berechnungen sind die stärksten Böen durch und der Sturm lässt langsam nach. Es können aber aufgrund von Sturmböen weiterhin Äste abbrechen und Bäume umstürzen. Erkrath (ots/op). Aufgrund der amtlichen Unwetterwarnung vor dem Sturmtief Friederike hatte die Feuerwehr Erkrath umfangreiche Vorplanungen getroffen. Bereits um 6 Uhr wurde der Führungsstab der Feuerwehr Erkrath als örtliche Einsatzleitung besetzt…

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