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Beim TSV Urdenbach macht Erfahrung die Meisterinnen

Für Teil 5 unserer »Bolzplatzheldinnen«-Serie besuchten wir zwei vielversprechende Kickerinnen aus dem Düsseldorfer Süden

Urdenbach. (IT). Leana Schütz freut sich wie doll auf die WoPo Mini-EM, die am 1. Juli beim 1.FC Monheim stattfindet. Die Zehnjährige kickt für die U11 des TSV Urdenbach. Dank der langen Tradition, auf die der Verein im Mädchenfußball bereits zurückblicken kann, hat sich ein starker Zusammenhalt zwischen allen Mädchenfußballteams gebildet. Auch »große« Spielerinnen wie Vanessa Görtzen aus der U17 haben für Leana und ihre Truppe immer die nötigen Tipps parat.

Der TSV Urdenbach ist eine Art Vorreiter im Düsseldorfer Mädchenfußball. Während andere Vereine dieses Segment entweder unregelmäßig besetzen oder dem Sport erst seit kurzer Zeit überhaupt Kapazitäten zugestehen, ist man in Urdenbach seit acht Jahren konstant dabei. Mittlerweile stellt man von der U9 bis zur U17 Mannschaften in allen Jahrgängen. Das hat viele Vorteile, wie uns der Sportliche Leiter, Michael Boll, verrät: »Wir konnten uns einfach mit der Zeit entwickeln und uns immer weiter verbessern. Um uns herum gab es keinen Verein, der sich kontinuierlich aktiv um Mädchenmannschaften in allen Altersklassen kümmerte, also waren wir in der Lage, diese Lücke erfolgreich zu schließen.« 

B-Juniorinnen sind erfolgreichstes Team 

Der Erfolg gibt den Urdenbachern recht. Die B-Juniorinnen spielen in der Niederrheinliga, der höchsten Spielklasse ihrer Altersgruppe. Damit sind sie das erfolgreichste Team des gesamten Vereins. Und der Erfolg lockt die Talente aus der Umgebung an. So kann man sogar ein weiteres B-Jugend-Team stellen. Hier spielt Neuzugang Vanessa Görtzen, die kürzlich von TuSA Düsseldorf in den Süden wechselte. Gleich in ihrem ersten Pflichtspiel schoss die 14-jährige fünf Tore. »Hier in Urdenbach sind Trainer und Mannschaftskolleginnen total nett. Zudem sind die Trainingsbedingungen sehr gut und die Einheiten bringen einen weiter«, sagt das Ausnahmetalent, das Geschwindigkeit und Torriecher zu einer tödlichen Schlagkraft vereint und daher problemlos mit den älteren Spielerinnen mithalten kann. Dennoch ist sie sich nicht sicher, ob sie tatsächlich irgendwann den Sprung ins Profilager wagen will. »Ich habe ein wenig Respekt vor den hohen Ligen, weil die da immer auf die Knochen gehen. Aber klar – das Niveau finde ich schon super. Mal sehen, wo es noch hingeht« 

»Ich will Nationalspielerin werden«

Gar keine Zweifel an ihrer Zukunft hat Leana Schütz. Die U11-Spielerin verfolgt seit frühester Kindheit ein Ziel: »Ich will Nationalspielerin werden.« Die Begeisterung für den Sport fasst sie knapp zusammen: »Ich habe immer schon mit Papa Fußball geschaut und wollte irgendwann selber spielen. Auch, dass es ein Mannschaftssport ist, gefällt mir sehr. Ich bin jetzt seit zwei Jahren hier und will auf jeden Fall weiterkommen.« Dafür trainiert sie fleißig und ist in Urdenbach bestens aufgehoben. 

Auf dem Fußballplatz zuhause

Der TSV bietet neben dem Mannschaftstraining für U11- und U13-Spielerinnen auch Talent- und Techniktraining als besondere Fördermaßnahmen an. Die Zehnjährige kickt aber auch in der Kreisauswahl. Warum ist Fußball in ihrem Leben so wichtig? Leana: »Mädchen, die Fußball spielen, sind irgendwie anders - cooler. Viele andere Mädels sind total ängstlich, wenn sie mal ein Ball trifft. Wir nicht! Das ganze Gezicke und Getue gibt’s beim Fußball meistens nicht. Da kann man sich auch mal erholen und abregen. Das finde ich gut.«

Vanessa nickt heftig und muss dann lachen: »Das sehe ich genauso tuplapotti.org. Ich kenne eigentlich auch gar nichts anderes. Mein Bruder und meine Schwester haben schon vor mir mit dem Fußball begonnen. Deswegen ist der Fußballplatz auch so eine Art Zuhause für mich. Hier fühle ich mich einfach am wohlsten.«

Wenn am 1. Juli der Startschuss zur WoPo-Mini-EM erfolgt, ist Vanessa nur Zuschauerin, aber Leana wird versuchen, ihr Team auf die vordersten Plätze zu schießen. »Wir peilen den dritten oder vierten Platz an. Es sind ja schon einige richtig gute Teams dabei. Aber die kurzen Turnierspiele liegen uns eigentlich ganz gut. Da kann immer alles passieren.«

 

Jetzt anmelden zur WoPo-Mini-EM 2017 beim 1.FC Monheim (1. Juli, ab 10 Uhr).

Anmeldung unter: marcus.italiani@wochenpost.de

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