AK

Entscheidungen zum Garather Grün

»Ja« zur Bürgerwiese, »Nein« zur Hundewiese

Garath. (AK). Die Bezirksvertretung hat »Grünes Licht« für die Modernisierung der Bürgerwiese an der Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße gegeben. Die Grünanlage am Schloss Garath soll dagegen nicht für Hundebesitzer geöffnet werden.

Für rund 100.000 Euro wird die beliebte Grünfläche mit Bolzplatz und altem Baumbestand in Garath Nord-Ost generalüberholt. Nach zwei Bürgerversammlungen steht folgende Planung fest: Die Bürgerwiese wird in eine Aktivzone im Westen und eine Ruhezone im Osten – in der Nähe der Wohnbebauung – aufgeteilt.

In der Aktivzone gibt es einen Bouleplatz, zwei gepflasterte Grillplätze mit jeweils einer Bank-Tisch-Kombination, niedrige Balancierelemente in der Rasenfläche und einen Tischtennisplatz mit Sitzbank. Die Rasenfläche im nördlichen Teil steht weiterhin für aktives Spielen offen.

In der Ruhezone werden keine Nutzungs- und Aufenthaltsangebote gemacht. Stattdessen gibt es eine naturnahe Gestaltung mit einer Wildkräuterwiese und einzelnen Baum- und Strauchgruppen.

Die Grenze der beiden Teilbereiche wird durch einen Fußweg mit wassergebundener Decke gebildet, der schon zum Teil als Trampelpfad vorhanden war. Im Bereich der großen Rasenfläche werden zwei neue Sitzbänke aufgestellt. Im Norden und im Süden erhält der Weg als Auftakt einen kleinen Eingangsplatz.

Der südliche Rand zur Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße soll von Strauchwerk befreit

werden, um die Bürgerwiese von der Straße aus wahrnehmbar zu machen. Der dicht gepflanzte Rahmen der Grünfläche wird zu den vorhandenen Wegen ausgelichtet, so dass Blickbeziehungen in die Fläche möglich sind. Der östliche Rand zur Wohnbebauung wird eher dichter gestaltet und durch Blühgehölze ergänzt. Die vorhandenen Gehölzstrukturen mit dem Altbaumbestand werden erhalten und als raumbildendes Element aufgegriffen.

Die Bezirksvertretung erhoffte sich auch eine Öffnung und Erneuerung der verwahrlosten städtischen Grünflächen vor dem Garather Schloss. Die Mitglieder der Fraktionen der Freien Wähler (FWG), SPD, Grünen und Linken stellen sich an der Stelle unter anderem eine Hundewiese vor – als Ersatz für die Fläche an der Koblenzer Straße, auf der seit einigen Wochen die Traglufthalle für Flüchtlinge steht. Das Gartenamt lehnt dies aber ab, damit der Blick auf das Schloss nicht unterbrochen werden und das Biotop vor den Hinterlassenschaften der Vierbeiner verschont bleiben soll.

Hundebesitzer werden also benachteiligt, folgert Peter Ries, Bezirksvertreter für die FWG: »Der Vorschlag, die Wiese vor dem Garather Schloss bis zur endgültigen Entscheidung, was mit dem Grundstück passieren soll, als Hundewiese zu nutzen, ist zwar gut gemeint, beseitigt jedoch nicht das Problem. Wenn sich ein Pächter finden oder die Stadt daraus eine ‚Blumenwiese‘ machen sollte, kann weder diese noch die Fläche an der Koblenzer Straße als Hundeauslauffläche genutzt werden« – und das für mehrere Jahre. »Man hat den Hundebesitzern eine Auslauffläche zugestanden; das sollte auch heute noch gelten, denn schließlich kassiert die Stadt ja auch Hundesteuer«, so Ries.

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