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Der »Pate von Garath« will für Sauberkeit sorgen

Peter Ries setzt sich seit Wochen dafür ein, dass die Bürgerwiese nicht zum »Trinkerparadies« verkommt. Jetzt sucht er Nachahmer

Garath. (IT). Das Förderprogramm Garath 2.0 wurde schon häufig gepriesen. Die millionenschwere Stadtteilverschönerung und Attraktivierung der Infrastruktur sind auch keineswegs zu unterschätzen. Doch die Sorge um die Nachhaltigkeit der angestoßenen Maßnahmen bleibt. Denn Garath hat nach wie vor ein Müllproblem. Peter Ries von den freien Wählern möchte gegen dieses Problem nun eigenständig vorgehen. Dazu nennt er sich »Der Pate von Garath«.

Nein, mit dem kriminellen Milieu möchte er nicht in Verbindung gebracht werden. Der 60-jährige Bezirksvertreter für Garath und Hellerhof, Peter Ries will als erster Pate für die Bürgerwiese, bewaffnet mit Besen, Müllbeutel und Papierpicker, für Sauberkeit sorgen. Seine Begründung: »Lange wurde in der Bezirksvertretung 10 über den Bau und die Verschönerung der Bürgerwiese diskutiert die Anfang 2017 für rund 100.000 Euro renoviert und verschönert wurde. Doch schon vor ihrer offiziellen Eröffnung häuften sich die Beschwerden aus der Bevölkerung, dass man dort sogar wilde Partys feiere und die Wiese bereits als ‚Trinkerparadies‘ einen neuen Namen habe. Zudem würde die ‚Grüne Perle von Garath‘ als Grillfläche missbraucht. Auf dem Grundstück sind bereits mehrere Grillmulden auszumachen. Grillgut-Reste, leere und zerschlagene Flaschen, Zigarettenkippen und Flaschendeckel werden nicht in die Abfallbehälter, sondern einfach dort hingeworfen, wo man sich aufhalte, hieß es aus der Bevölkerung in unmittelbarer Nähe zur Bürgerwiese.«

Bereits vor der Neueröffnung führte Ries Gespräche mit Anwohnern und bat sie die Wiese im Auge zu behalten und ggf. das Ordnungsamt zu informieren, wenn sie gestört fühlen. Auch auf die Möglichkeit, dass Anwohner durch eine Patenschaft Einfluss auf die Sauberkeit und den Erhalt der »Grünen Perle von Garath« nehmen könnten, machte er immer wieder zum Thema. »Leider hat sich bis heute offensichtlich niemand damit anfreunden können«, sagt der 60-jährige Kommunalpolitiker etwas beschlagen.  Darum wolle er mit gutem Beispiel vorangehen und hofft nun, dass er in Bälde Nachahmer findet.

»Es gibt bestimmt auch noch viele andere Möglichkeiten als die Bürgerwiese, sich ehrenamtlich zu engagieren. Ich denke da zum Beispiel an die vielen Spielplätze, die einen Spielplatzpaten suchen«, sagt Peter Ries.

Anregungen und Beschwerden nimmt Ries gerne per E-Mail entgegen: ihre.bezirksvertreter@gmail.com (bitte bei strafrechtlichen Verstößen immer erst das Ordnungsamt 0211 – 8994000 bzw. Polizei 110 anrufen).

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Kommentar von Wolfgang
Hallo Frau Stendahl,
da pflichte ich Ihnen vollkommen bei.
Mir ist der Herr Ries auch schon öfters sehr angenehm aufgefallen. Man kann ihn immer ansprechen, wenn man ein Problem hat. Die Garather hatten ihn einst eigentlich den Spitznamen "Bürgermeister von Garath" verpasst. Aber der "Pate von Garath" trifft es auch. In beiden Fällen wird deutlich, dass er eine Größe ist. Sehr angenehm ist es, dass er nicht den "Politiker" heraushängen lässt, obwohl er ja einer ist.

Sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement verdient tatsächlich eine Würdigung. Statt dessen kämpft er zweimal in der Woche mit dem Unrat den ihm so einige Hinterlassen. Ich habe mir die Bürgerwiese angeschaut und sie ist seite er sie als "Pate" übernommen hat, angenehm sauber.
Kommentar von Sabine Stendahl
Der Herr Ries ist in Garath für sein vielfälltiges soziales Engagement seit Jahren bekannt.
Ich finde es lobenswert, dass ersich so für seinen Stadtteil einsetzt. Ich gehöre auch zu dennen, die die Bürgerwiese gerne nutzen, um ein Buch zu lesen und ein wenig an der frischen Luft im Grünen verbringen kann. Ich sehe, wenn Herrn Ries zweimal in der Woche fast drei Stunden die Wiese von Abfällen, Glasscherben und Zigarettenkippen befreit und würde ihn sogar helfen. Leider geht das nicht, da ich im Rollstuhl sitze.

Die Idee mit der Patenschaft finde ich gut und ich ich wünsche ihm, dass es bald Nachahmer gibt. Wir haben so viele schöne Stellen in Garath, wo man eine Patenschaft übernehmen könnte.
Vielleicht bekommt er ja dieses Jahr den Martinstaler - verdient hätte er ihn schon lange.