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Ein stahlharter Bildungsauftrag made in Düsseldorf

Das Musikportal www.metalduesseldorf.de wird 18 Jahre alt - wir besuchten die Macher, die mittlerweile auch ein Magazin betreiben

Benrath. (IT). Ein spezielles Online-Portal wird in diesem Jahr 18. www.metalduesseldorf.de versorgt Musikfans aus seit beinahe zwei Dekaden mit schwermetallischen Infos aus der Landeshauptstadt. Die Macher kommen aus dem Düsseldorfer Süden.

Volljährigkeit ist immer ein Grund, um zu feiern, aber auch, um mal auf die wichtigsten Stationen im Leben des Heranwachsenden zu blicken.  Genau das tun der Garather Günther Gellrich und die Benratherin Regina Weschta dieser Tage. Nicht, weil sie selbst 18 werden, sondern weil ihr digitales Kind dieser Tage die Reifeprüfung ablegt.

Ein neues Medium

Rückblende: Im Jahr 2000 verhieß das Internet zwar schon viel, doch die Möglichkeiten, in Sachen Online-Portal selbst tätig zu werden, waren dann doch aufgrund der vergleichsweise komplexen Handhabe überschaubar. Doch ein paar Musikliebhaber aus der Landeshauptstadt ließen sich davon nicht beirren. Ihr Plan: ein eigenes Portal für Düsseldorfer Rock- und Metal-Bands. Günther Gellrich erinnert sich: »Damals regierten Printmagazine noch die Szene und informierten über alle Belange rund um die Musik. Was uns aber immer fehlte, war ein lokales Medium, das die hiesige Heavy Metal-Musiklandschaft abbildete. Man musste vorher immer unheimlich lange suchen, um Metal-Veranstaltungen in der Stadt zu finden. Das sollte geändert werden«. 

Termine und Kuriositäten

Also startete man mit einigem Aufwand www.metalduesseldorf.de - ein Portal, das einheimische Bands, Konzerttermine oder Clubs auflistete und bereits diverse Kuriositäten auftrieb. So zum Beispiel die Luftgitarrenmeisterschaft, die im April in Essen stattfindet. In Essen? »Wir haben uns ein wenig geöffnet. Wenn zum Beispiel Düsseldorfer an Veranstaltungen in der Region beteiligt sind, dann findet das durchaus bei uns Niederschlag«, sagt Regina Weschta. Eher konservativ ist hingegen der Auftritt selbst. »Das Design der Seite ist natürlich sehr oldschool. Viel haben wir in den 18 Jahren nicht daran geändert. Aber darum geht es uns auch gar nicht. Es ist ein Nachschlagewerk mit leichtem Bildungsauftrag«, sagt der ehemalige Stadtmagazin-Reporter Gellrich augenzwinkernd. Und Regina Weschta ergänzt: Dynamisch ist in erster Linie der Terminteil. Wir wollen aufzeigen, was hier los ist und die Leute zusammenbringen. Wenn uns das gelingt, dann haben wir eine Menge erreicht.«

Das nächste Projekt

Wirklich in Bewegung ist man hingegen mit dem zweiten Projekt www.musikblick.de. Regina Weschta erklärt: »Hier findet man vor allem Konzertberichte und Fotos. Und dann nicht nur von Metal-Bands. Die Seite ist stilistisch viel weiter gefasst.« 


Mehr als Musik

Allerdings schlägt das Herz der beiden vornehmlich für die Stahl-Fraktion: »Ich wüsste nicht, was ich ohne Metal-Musik machen sollte. Es ist für jede Stimmung etwas dabei. Die Facetten des Lebens spiegeln sich darin wider. Ich habe mit zwölf Jahren angefangen, Metal zu hören und bin jetzt 51, aber ein Konzert pro Woche muss es dann doch mindestens sein«, sagt Günther Gellrich überzeugt. Und Regina Weschta ergänzt: »Es ist mehr als nur Musik. Die Metal Szene ist einfach extrem sympathisch. Es gibt nie Ärger. Das ist das eigentlich wertvolle an der Sache.«

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