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Weltreisende in Sachen Punk Rock

Die argentinische Band »Zona 84« kommt im November auch nach Düsseldorf

Düsseldorf. Sie kommen den ganzen weiten Weg von Rosario bis an den Rhein. Die Punk Rocker von Zona 84 sind in ihrer argentinischen Heimat amtliche Legenden, die in großen Hallen auftreten. Am 10. November beehren sie unser eher gemütliches AK 47 und einen Tag später das Monheimer Sojus 7. Wir plauschten vorab exklusiv mit Sänger/Gitarrist Guillermo Rodriguez.

Von Marcus Italiani

Guillermo, ist es für einen  sonnengegerbten Südamerikaner eine gute Idee, im schmuddeligen November durch das kalte Deutschland zu touren?

Ganz ehrlich: Wir waren im vergangenen Jahr schon mal bei euch und denken seitdem jeden Tag daran, zurückzukommen - es war fantastisch. Aktuell promoten wir unser neues Album »Radio Pirata« und wurden eingeladen, zwei Shows von »Dritte Wahl« zu eröffnen. Das ist super - und da haben wir gleich mehr draus gemacht. Wir freuen uns total auf die Konzerte - egal, bei welchem Wetter.  

Nach immerhin 24 Jahren seid ihr eine Band, die alles selbst macht. Ihr habt kein großes Label, kein Management. Habt Ihr keine Lust auf ein bequemeres Leben?

Wir glauben einfach daran, dass es für einen Künstler gut ist, die totale Kontrolle zu behalten. Klar müssen wir dafür härter arbeiten, aber wir lieben das, was wir tun. Vom Einspielen der Scheiben bis zum Artwork liegt alles in unserer Hand. Danach vertreiben wir unsere Musik über unser eigenes Label Despabila Records. Hier in Deutschland arbeiten wir mit dem Hamburger Label Pauli Records zusammen, die einen tollen Job machen.

Wie vital ist die argentinische Punk Rock Szene?

Sie ist eigentlich gesund. Es gibt einige wirklich gute Bands bei uns, aber leider kaum Auftrittsmöglichkeiten. Punk Rock ist in Argentinien immer noch das schwarze Schaf des Musikbusiness. Das ist auch euer größter Vorteil hier in Deutschland. Es gibt für diese Kultur nicht nur einen Markt, sondern auch Leute, die die Szene mit viel Leidenschaft unterstützen. Das kann man nur bewundern. 

Ihr kommt viel herum und seht bestimmt Dinge, die euch als politisch engagierte Band verzweifeln lassen.

Allerdings. Überall auf der Welt sind die Rechtsextremen auf dem Vormarsch, was natürlich schwer erträglich ist. Wir versuchen, mit unserer Musik und unseren Lyrics auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, damit vor allem jüngere Menschen wach werden und sich damit auseinandersetzen. Wir denken, dass Musik ohne Message eigentlich keinen Sinn macht?

Was wisst Ihr eigentlich über die Kiefernstraße und das AK 47?

Wir haben vergangenes Jahr schon im AK 47 gespielt und es war großartig. Auch das Umfeld ist toll. Du spürst die freiheitliche Atmosphäre dort umgehend. Vom Sojus 7 haben wir auch schon geniale Dinge gehört. Wir freuen uns auf die Mega-Party!

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Kommentar von Markus
Hallo, das Hamburger Label heißt Pauli Punker Records :-) Ahoi!