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Schwarzwild im Süden

Wildschweine werden immer häufiger in den bewaldeten Gebieten gesichtet und finden auch den Weg in Wohngebiete

Düsseldorf. Umgegrabene Gärten, plötzliche Begegnungen der unheimlichen Art. In letzter Zeit wird im Düsseldorfer Süden wieder häufiger über die Sichtung von Schwarzwild, also Wildschweinen, berichtet.

Von Marcus Italiani

Kevin Wachsmann ist nach der letzten Begegnung mit den im Wildpark faszinierenden, aber in freier Wildbahn angsteinflößenden Wildschweinen vorsichtig geworden. »Schon vor einiger Zeit habe ich bemerkt, dass der Waldrand zwischen Hilden, Hassels und Garath oft aufgewühlt ist. Eines Nachts ging ich den ‚Schwarzen Weg‘ entlang nach Hause und sah in einer Unterführung plötzlich acht Wildschweine stehen. Da wird einem ganz anders. Ich habe mir dann mühselig einen Weg um die Tiere herum gesucht, aber schön war das nicht«, so der Garather.

Auch die Stadt ist nach Anfrage der WochenPost auf das tierische Problem aufmerksam geworden. Die Förster des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes haben deshalb einige Verhaltensregeln für den Fall der Begegnung mit Wildschweinen zusammengestellt: »Fußgänger und Radfahrer sollten Ruhe bewahren und sich von den Tieren langsam zurückziehen. Sie sollten auf keine Fall versuchen, die Wildschweine anzufassen. Hunde sollten umgehend angeleint werden. Wildschweine können sehr aggressiv reagieren, wenn sie sich in die Enge gedrängt fühlen oder ihren Nachwuchs bedroht sehen.

Wildschweine sollten zudem auf keinen Fall gefüttert werden, denn dadurch verlieren die Wildtiere ihre natürliche Scheu vor dem Menschen und die Konflikte für alle Beteiligten sind vorprogrammiert«, heißt es dort. Ob die Wildschweine sich langfristig hier im Ballungsraum halten werden, sei laut den Experten in der Forstabteilung noch ungewiss. Die Mitarbeiter versuchen in Abstimmung mit der unteren Jagdbehörde und den benachbarten Jagdbezirken durch eine vorsichtige Bejagung zu erreichen, dass der Bestand nicht übermäßig zunimmt.

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