IT

Ein allerletztes Mal mit dem Adler auf der Brust

Der Düsseldorfer Raphael Beck beendet am 30. November seine Nationalmannschaftskarriere mit einem großen Spiel gegen Polen

Düsseldorf. Raphael Beck hat mit 25 Jahren schon viel erlebt. Der Düsseldorfer Badminton-Profi spielt in der Nationalmannschaft und eilt von Erfolg zu Erfolg. Nun hat er seinen Rücktritt bekanntgegeben. Am 30. November tritt er mit der deutschen Mannschaft allerdings in Recklinghausen noch mal gegen Polen an. Die WochenPost klärte vorab die wichtigsten Fragen mit ihm.

Von Marcus Italiani

Herr Beck, welchen Stellenwert hat die Veranstaltung in Recklinghausen für Sie?

Das Länderspiel in Recklinghausen ist ein ganz besonderes für mich. Ein letztes Mal mit dem Adler auf der Brust vor vielen Leuten für Deutschland spielen. 

Noch ein letztes Mal Gänsehaut bei der Nationalhymne bekommen. 

Ich freue mich schon richtig auf Donnerstag und hoffe, die Hütte wird voll! 

Wie schätzen Sie die Gegner ein?

Die Gegner aus Polen haben ein gutes Niveau und sie werden dort mit guten Spielern gegen uns antreten. Wir sind auch gut aufgestellt, jedoch steht für mich der Spaß und die Atmosphäre an diesem Abend im Vordergrund. Ich werde es genießen.

Badminton gilt seit Jahren als beliebte Trendsportart. Wie wirkt sich die Popularität auf den Profisport aus?

Badminton wird in Deutschland immer professioneller. In Deutschland arbeiten sehr viele Leute daran, es noch professioneller zu machen. Badminton rückt aber leider immer wieder in den Schatten »größerer« Sportarten wie Tennis, Fußball, Golf etc. und wird daher leider nicht im Fernsehen übertragen.  Anders ist es in Asien wo die Bevölkerung in den Ländern wie Indonesien, Malaysia oder Thailand badmintonverrückt ist. Das merkt und genießt man dann auch, wenn man dort spielt. 

Warum wollen Sie Ihre Karriere in der Nationalmannschaft schon mit 25 Jahren beenden?

Ich beende meine Karriere schon in diesem Alter, weil sich meine Prioritäten im vergangenen Jahr verschoben haben. Es gibt für mich wichtigere Dinge im Leben. Ich möchte wieder mehr Zeit mit meiner Familie und Freunden verbringen und mich um meine nachsportliche Karriere kümmern. Es war für mich nur vernünftig und es fühlt sich sehr gut an.

Was bedeutet Ihnen Ihre Heimatstadt Düsseldorf?

Düsseldorf ist meine Heimatstadt, das haben Sie schon gut gesagt. Hier lebt meine Familie und ich habe hier auch mit der Zeit viele Freunde, vor allem durch den Sport, finden können. 

Es gibt in Düsseldorf viele kleine Vereine - zum Beispiel meinen ersten Club, den BC Schwarz Weiß Düsseldorf. Dort habe ich damals Blut geleckt und hatte eine gute und solide Trainingsbasis. Nach ein paar Jahren musste ich dann aber zu einem »größeren« Verein wechseln, um mich weiterzuentwickeln und um dann auch in höheren Ligen zu spielen.

Das Länderspiel

Das Länderspiel gegen Polen im Rahmen der EM-Vorbereitung findet am Donnerstag, 30. November, 18.45 Uhr, in der Vestische Arena Alfons Schütt, Campus Blumenthal 5, in Recklinghausen statt. 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.