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Düsseldorfs kickende Kinderprinzessin

Eileen Palm ist nicht nur neue Venetia der Kinderbürgerwehr, sondern spielt auch erfolgreich Fußball für TuSA 06 Düsseldorf

Düsseldorf. (IT). Sie ist jeck, sie ist eine tolle Tänzerin und sie liebt ihre Auftritte als Venetia der Düsseldorfer Kinderbürgerwehr. Doch wenn Eileen Palm gerade nicht in Sachen Karneval mit ihrem Prinzen Jonas Rohmann unterwegs ist, steht sie im Trikot der TuSA 06 auf dem Fußballplatz.

Seit rund fünf Jahren tanzt Eileen für die Karnevalsfreunde der Katholischen Jugend, kurz: KakaJu. »Tanzen hat mich schon immer gereizt. Besonders Showtanz. Vor allem während der Karnevalszeit sind die Auftritte immer ein riesiger Spaß. Aber ich wollte halt auch immer schon mal auf einem Wagen im Rosenmontagszug mitfahren«, schwärmt die Zwölfjährige. 

Gut also, dass ihr Bruder in der Kinderbürgerwehr tanzt und der Kontakt daher schnell hergestellt war, als eine neue Kindervenetia gesucht wurde. »Ein bisschen Lampenfieber hatte ich schon bei meinem ersten Auftritt, aber das geht schon«, sagt sie selbstbewusst. 

Allerdings hat Eileen noch ein anderes Hobby, das man erst erahnt, als unter dem langen Prinzessinnenkleid die Turnschuhe zum Vorschein kommen. Eileen ist Fußballerin. Defensives Mittelfeld. Starke Technik, gutes Durchsetzungsvermögen. Daher treffen wir uns auch auf dem TuSA-Platz in Flehe. 

Gegen das Klischee

Wie passt das bitteschön ins Bild der anmutigen Venetia? Eileen lächelt schüchtern und schüttelt dann den Kopf: »Eigentlich passt das gar nicht. Ich wollte eben immer schon Fußballerin werden – aber auch tanzen. An einem meiner Fußballtrainingstage laufe ich unmittelbar vom Platz zum Tanztraining. Das geht schon.« 

Faszinierend. Und eigentlich schön zu sehen, dass viele Klischees tatsächlich genauso abwegig sind wie man oft vermutet. Oder doch nicht? Eileen zuckt mit den Schultern: »Ich würde sagen, Mädchen, die Fußball spielen, sind viel gelassener als andere. Viele Mädchen spielen sogar besser als Jungs. Aber wie man so drauf ist, hat auch allgemein etwas mit Sport zu tun. Mädchen, die keinen Sport treiben, kümmern sich eher um ihre Fingernägel - und das ist eben gar nicht mein Ding.« 

Ihr Ding ist stattdessen, überallhin einen Fußball mitzuschleppen und ihren Vorbildern Marco Reuss und Pierre-Emerick Aubameyang nachzueifern. 

»Wir wollen Meister werden«

»Wir haben bei TuSA aber auch eine tolle Mannschaft. Alle verstehen sich super und wir sind richtig gut und wollen Meister werden.« In dieser Hinsicht sieht es gar nicht so schlecht aus, denn aktuell ist die U13 der TuSA Tabellenführer im Kreis Düsseldorf. Falls es dann mit der großen Karriere doch nichts wird, möchte Eileen später als Polizistin für Gerechtigkeit sorgen. Doch bis es soweit ist, muss sie zunächst dazu beitragen, dass der Kinderhoppeditz am 18. November um 11.11 Uhr an der Zollstraße zu seinem Recht kommt und endlich wieder ein Wörtchen mitreden darf. Mehr als 30 Auftritte warten noch auf das junge Prinzenpaar. Höhepunkt wird  mit Sicherheit der Rosenmontagszug sein, auf dem Eileen ordentlich Kamelle schmeißen wird. »Aber auch die Auftritte bei der großen Kakaju-Sitzung in der Stadthalle und der Bürgerwehr in der Rheinterrasse werden super«, freut sie sich jetzt schon und haut den mitgebrachten Ball zum Abschied noch einmal gezielt in den oberen Winkel.

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