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Besseres Körpergefühl und kleine Sünden in Aussicht

»Ab Aschermittwoch sind alle dabei«: Teil 6 unserer WochenPost-Serie über Verzicht, Fitness und das bessere Lebensgefühl

Ab Aschermittwoch sind alle dabei. Endspurt ist angesagt bei unserer ehemaligen Karnevalsprinzessin, die am Aschermittwoch mit dem Fasten und dem Sparen begonnen hat. Nach fünf Wochen möchten wir wissen, was sich in ihrem Leben geändert hat und wie es nach unserer Aktion weitergeht.

Petra Jakob ist mit sich im Reinen. Sie hat sich an Ernährungsumstellung und Sportprogramm gewöhnt und schon große Schritte in Richtung ihres Fitness-Ziels machen können. Wir wollen nun wissen: Was konnte sie bislang aus den fünf Wochen mitnehmen? 

Bewegung in den eigenen Alltag einbauen

»Ich habe mich vorher mit meinem Gewicht nicht wohlgefühlt und merke schon, dass ich beispielsweise mittlerweile mit dem Wäschekorb leichter die Treppen hochkomme. Das Functional Training hat mir dabei besonders geholfen. Es ist deutlich spürbar, dass die Beinmuskulatur hierdurch gestärkt wird. Auch die Rückenübungen helfen mir gegen meine traditionellen Beschwerden weiter. Bleibt natürlich die Frage, wie ich nach Beendigung der Aktion meine Fitness halte.

SGL-Coach Marin Srsen weiß, was sie meint: »Im Bestfall sollte Petra natürlich so weitermachen und Sport und Bewegung als ‚lebenslange Aufgabe‘ verstehen. Natürlich gibt es ein paar Tricks, mehr Bewegung in den eigenen Alltag einzubauen: die Treppe laufen anstatt den Aufzug zu nehmen, eine Station früher aus dem Bus aussteigen, häufiger mal Fahrrad fahren und das Auto stehen lassen… Ich habe aber festgestellt, dass da die konsequente Umsetzung schwierig ist. Wer also einen Sport gefunden hat, der ihm oder ihr Spaß macht, sollte versuchen, das durchzuziehen – zwei- bis dreimal pro Woche ins Studio kommen oder an den zahlreichen Fitnessangeboten teilnehmen.«


»Die Müdigkeit nach dem Essen ist weg«

Um das zu tun, muss man sich natürlich nicht selten aufrappeln. Durch die nachhaltige Ernährungsumstellung konnte Petra Jakob auch auf diesem Gebiet Fortschritte machen: »Die Müdigkeit nach dem Essen ist weg. Man fühlt sich direkt fitter, weil man zwar satt ist, aber nicht mehr unter Völlegefühl leidet – und das ist schön. Ich werde die acht Wochen durchziehen und dann auch danach nur zweimal pro Woche ‚sündigen‘. Ob ich mich langfristig umstellen kann, ist natürlich die große Frage. Versuchen werde ich es in jedem Fall. Und da ich bislang schon vieles über meinen Körper und seinen Umgang mit Nahrung gelernt habe, hoffe ich auch, dass ich mein weiteres Ernährungsverhalten richtig einschätzen kann.« Ernährungsberaterin Petra Cunitz ist guter Dinge: »Es ist sehr schön, dass Frau Jakob bisher nicht nur Gewicht verloren hat, sondern sich auch insgesamt fitter und wohler fühlt. Einfache Kohlenhydrate steigern kurzfristig und schnell unseren Blutzuckerspiegel und putschen auf. Dann schüttet der Organismus als Reaktion verstärkt Insulin aus. Das wiederum sorgt dafür, dass die Zellen besser Zucker aufnehmen. Jetzt sinkt der Blutzuckerspiegel wieder stark ab und das Gehirn wird unterversorgt. Wir werden müde. Komplexe Kohlenhydrate wie z.B Gemüse, lassen den Insulinspiegel nur langsam steigen bzw. abfallen und es kommt daher nicht zu dem oben beschriebenen Effekt. Die auf  Frau Jakob individuell abgestimmten Lebensmittel begünstigen den Ausgleich des Blutzuckerspiegels, daher fühlt sie sich fitter, hat keine ‚Essensmüdigkeit‘ und keinen Heißhunger mehr.«

Nach der achtwöchigen Hauptphase, in der sich der Stoffwechsel regenerieren soll, folgt für Petra Jakobs nun die Erhaltungsphase. Petra Cunitz: »Es kommen zusätzliche Lebensmittel auf dem Speiseplan und auch an zwei Tagen in der Woche sind Ausnahmen erlaubt. Es dürfen auch mal wieder Brot und Brötchen auf dem Frühstückstisch stehen. Nur abends sollte weiterhin auf Sättigungsbeilagen verzichtet werden damit der Stoffwechsel über Nacht ungebremst arbeiten kann. Ziel des Ernährungsplans ist es auch zu lernen, welche Lebensmittel für meinen individuellen Stoffwechsel gut sind und positiv auf meine Gesundheit und Lebensqualität wirken.«

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